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Archiv für September, 2005

Kein Schönreden der Zustände an den Universitäten und Schulen

22. September 2005

Enttäuschend findet die KHJÖ das Ergebnis der gestrigen Sondersitzung zum Thema „Bildung“ im Nationalrat. „Sinnvolle Alternativen zur derzeitigen Situation in der Bildungslandschaft wurden nicht überlegt, stattdessen wurden die problematischen Zustände an Universitäten und Schulen schön geredet. “Ich erwarte mir, dass sich die Regierung der Realität stellt und handelt. Frau Ministerin Gehrer muss sich die Frage gefallen lassen, warum gerade an den Universitäten u nd Schulen gespart werden soll, die Trägerinnen für eine zukunftsfähige Gesellschaft sind“, so Ingrid Kreutzer, Vorsitzende der KHJÖ.
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Studierende betreffen vor allem die neu eingeführten Zugangsbeschränkungen und die desolaten Zustände an den Universitäten. „Für uns stellt sich in der Frage nach den Zugangsbeschränkungen an den Universitäten ganz klar auch der Zusammenhang mit der Wertigkeit der Bildung heraus: Die Zugangsbeschränkungen bieten eine billige Alternative, die es nicht nötig machen, mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Ob das allerdings der richtige Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft ist, ist fraglich. Das Bildungsministerium hätte genug Zeit gehabt, sinnvolle Alternativen abseits von Beschränkungen und Selektion in Bezug auf das EuGH-Urteil zu überlegen und umzusetzen. Nun haben wir Beschränkungen nicht, weil es ein realistischer Sachzwang ist, sondern weil unsere PolitikerInnen das wollen.“, ist sich Julia Baumgartner, stellver tretende Vorsitzende sicher.
„Wir möchten darauf hinweisen, dass es in der Verantwortung des Staates liegt, die Möglichkeiten, sich zu mündigen BürgerInnen zu entfalten, zu schaffen und das Bildung ein Wert ist, den man nicht kaputt sparen darf. Wir wünschen uns eine Bildungspolitik, die nachhaltig agiert und die die nötigen Ressourcen zur Verfügung stellt. Im Bekenntnis zu einem sozialen Staat ist auch das Bekenntnis zu einem freien Zugang zu Bildung und zur Bereitstellung der nötigen Mittel enthalten. Dies umzusetzen ist Aufgabe der Regierung. Daher fordern wir, dass sich der Nationalrat mit der prekären Lage an den Universitäten und Schulen konstruktiv auseinander setzt, das nötige Geld zur Verfügung stellt und sinnvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Lage findet.“, so die Vorsitzenden einhellig.

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