Studiengebühren: “Eine absurde Maßnahme”
Die Katholische Hochschuljugend Österreichs (KHJÖ) zum Studiengebühren-Abarbeitungsmodell der neuen Bundesregierung.
Mit der Scheinlösung, die Studiengebühren durch einen Dienst an der Gesellschaft abarbeiten zu lassen, startet die neue Regierung denkbar schlecht in die Exekutive und stößt mit ihrem Vorschlag auf massive Kritik und Ablehnung in der KHJÖ.
“Das Modell, Studiengebühren gegen eine “freiwillig” geleistete Sozialarbeit zu erlassen, ist gänzlich unausgereift. Es trifft vor allem jene, die sich ihr Studium ohne zusätzliche Arbeit nicht finanzieren können und bürdet ihnen weitere Belastungen auf. Dem politischen Ziel, Studienzeiten zu verkürzen, wirkt diese Maßnahme entgegen und die Spirale mehr Arbeit, weniger Zeit für das Studium setzt sich fort. Diese Maßnahme ist absurd und verschlechtert die Situation Studierender”, empört sich Ingrid Kreutzer über das gestern vorgestellte Modell. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es um nichts anderes geht, als billige Arbeitskräfte auf den Markt zu entlassen und vorhandene Löcher im Sozialsystem zu stopfen. Konsequenz davon ist die Wertminderung bisher geleisteter Sozialarbeit und eine Verschärfung der prekären Situation am Arbeitsmarkt, der Studierende auch ohne diesem unausgereiften Modell gegenüber stehen. “Anstatt der Einführung dieses Modells ist es viel wichtiger, neue Formen der Anerkennung von Ehrenamtlichkeit zu finden. KHJÖ-Mitglieder, die ja durchgängig Studierende sind, bringen oft mehr als 60 Stunden auf, um sich gesellschaftlich und sozial zu engagieren. Die Möglichkeit zum freiwilligen Engagement darf durch vorhandene Studienbedingungen nicht geschmälert werden, ebenso wenig wie ein Studium davon abhängen darf “, bringt Julia Baumgartner, stellvertretende Vorsitzende, einen neuen Aspekt ein. “Wir fordert ein Bildungssystem ohne Zugangsbeschränkungen und sozialer Selektion. Die Abschaffung der Studiengebühren und keine Scheinmaßnahmen, die die Studierenden zusätzlich belasten, sind dafür eine unumgängliche Maßnahme!”, so die Vorsitzenden unisono.






