Stellungnahme zu den Sparmaßnahmen der österreichischen Bundesregierung
Mit großer Sorge beobachten wir österreichischen HochschulseelsorgerInnen die politischen Entwicklungen und Maßnahmen der letzten Jahre bezüglich der Universitäten. Die jüngst diskutierten Sparmaßnahmen erscheinen uns zum einen als Ausdruck einer bereits länger währenden, gesteuerten Entwicklung von einer umfassenden universitären Bildung hin zu einer Verkürzung auf die engen Grenzen einer Berufsausbildung, die wir für höchst bedenklich halten. Zum anderen sind wir im Blick auf die konkrete Diskussion der letzten Wochen der Meinung, dass die Verkürzung der Auszahlung der Kinderbeihilfe auf das 24.Lebensjahr unangemessen und unausgewogen ist, zumal, da sie auf Kosten von Familien und Studierenden geht.
Maßnahmen, die bedeuten, dass später eingeschult zu werden, ebenso bestraft wird wie das Absolvieren einer HTL o.ä, und die implizit besagen, dass das Bakkalaureat als das im Vergleich zum Masterstudium bewusst forcierte Normalstudium sein sollte, halten wir für wenig zielführend. Dass dadurch nicht zuletzt auch ehrenamtliches Engagement mehr und mehr verunmöglicht wird – langfristig ganz sicher eine Schwächung der Zivilgesellschaft – finden wir besonders problematisch.
Aufgrund dieser und anderer unserer Meinung zu wenig bedachter Folgen der Sparmaßnahmen möchten wir uns im Interesse aller Studierenden aber auch unseres Landes insgesamt für ein Über- und Neudenken des Sparpaketes einsetzen!
Pfr. Mag. Manfred Perko
Für die Evang. Hochschulpastoralkonferenz Österreichs
Hochschulseelsorger Alois Kölbl
Für die Kath. Hochschulpastoralkonferenz Österreichs







Endlich ein informativer Eintrag, mein Dank. Muss man sich nochmal in Ruhe durchlesen. Generell finde ich den Blog leicht zu verstehen und bequem zu lesen.
Dem kann ich miac nur anschließen. Sparen ja, aber nicht an der Zukunft des Landes und auch nicht zur Schwächung der Zivilgesellschaft, wie im Text erwähnt.