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Archiv für die Kategorie ‘Presseaussendung’

Ein offenes Ohr für Studierende – zum Rücktritt von Bischof Aichern

18. Mai 2005

Bischof Maximilian Aichern war nicht nur Bischof der Diözese Linz, sondern auch als Referatsbischof für die Katholische Hochschuljugend Österreichs (KHJÖ) zuständig. In den vergangenen Jahren haben viele KHJÖ-Vorsitzende Bischof Aichern persönlich kennen und schätzen gelernt.

„Im Namen der KHJÖ möchten wir uns herzlich für Ihre Offenheit und Ihr Verständnis für unsere Anliegen bedanken. Es war stets ein gutes Gefühl zu wissen, dass hinter uns ein Bischof steht, der uns kennt, uns vertraut und der unsere Arbeit und Begeisterung zu schätzen weiß“, so die Bundesvorsitzende der KHJÖ Barbara Mandl.

„Vor allem in Fragen der Bildungspolitik“, ergänzt die stellvertretende Vorsitzende Johanna Niederkofler, „hat es fruchtbare Diskussionen gegeben. Bischof Aichern bereicherte unsere Überlegungen bezüglich der Umsetzung eines christlichen Lebens an d en Universitäten immer wieder mit eigenen Vorschlägen, w ie zuletzt in Bezug auf die Positionierung der KHJÖ an den Fachhochschulen.“

Die Wertschätzung, die Bischof Aichern dem ehrenamtlichen Engagement von Studierenden in der KHJÖ entgegen brachte, war in besonderer Weise bestärkend für unsere Arbeit. „Wir wünschen uns auch für die Zukunft einen interessierten Begleiter, der uns ebenso viel Vertrauen entgegen bringt wie Bischof Maximilian“, schließt Barbara Mandl.

Die KHJÖ vertraut darauf, dass Bischof Maximilian Aichern die Leitung der Diözese Linz bis zur Neubesetzung in gewohnt offener, toleranter und mutiger Weise weiterführen wird.

Presseaussendung

Vertreterinnen der Katholischen Hochschuljugend Österreichs zu Besuch bei Bischof Aichern

15. Februar 2005

Drei Vertreterinnen der Katholischen Hochschuljugend Österreichs (KHJÖ) waren am Dienstag 15.2.2005 beim Linzer Diözesanbischof Maximilian Aichern zu Besuch. Bischof Aichern vertritt die Anliegen der Hochschuljugend, die eine Gliederung der katholischen Aktion ist, in der Bischofskonferenz.

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Im Gespräch mit Bischof Aichern beschrieben die Vertreterinnen der KHJÖ, Barbara Mandl /Vorsitzende, Johanna Niederkofler / Stellvertreterin, Edda Strutzenberger /Generalsekretärin die Situation der Studierenden in Österreich. Der Druck steige und Studierende seien bemüht, so schnell wie möglich das Studium durchzuziehen, beschreibt Barbara Mandl. Für Aktivitäten und Engagement neben dem Studium nehmen sich die Studierenden immer weniger Zeit. Die KHJÖ ist deshalb bemüht, den persönlichen und beruflichen Wert des Engagements neben dem Studium und die Angebote der Katholischen Hochschuljugend den Studierenden zu kommunizieren. In einer neuen Initiative will die KHJÖ in Zukunft Kontakt mit den Fachhochschulen knüpfen und verstärkt MaturantInnen ansprechen.

Ein Fixpunkt der KHJÖ ist der jährliche Bildungstag, der heuer am 22.4.2005, 16.00-21.00 Uhr an der Kath. Teolog. Fakultät in Salzburg zum Thema “Arbeit und Ruhe” mit Prof. Dr. Bernd Guggenberger (Berlin) stattfindet.

Presseaussendung

KHJÖ spricht sich gegen Zugangsbeschränkungen an den Universitäten aus!

31. Januar 2005

Kann dem geforderten Gleichheitsgrundsatz der EU entsprochen werden, indem man darauf mit der Schaffung neuer Ungleichheiten antwortet? Die Vorsitzende der Katholischen Hochschuljugend Österreichs (KHJÖ), Barbara Mandl, meldet hier begründeten Zweifel an:

„Es steht außer Diskussion, dass jeder Mensch das gleiche Recht auf Bildung hat – und dass es Aufgabe des Staates ist, Bildungsmöglichkeiten zu schaffen und den Zugang zu ihnen zu garantieren. Das muss auch dann sichergestellt sein, wenn sich Schwierigkeiten ergeben, wie dies jetzt der Fall ist. Durch die Schaffung von Zugangshürden – seien sie nun finanzieller oder anderer Natur, seien sie am Beginn oder gegen Ende eines Studiums – wird jedenfalls definitiv gegen das gleiche Recht auf Bildung gehandelt.“ Der Gedanke, einen einheitlichen europäischen Bildungsraum auf Kosten der Chancengleichheit innerhalb Österreichs forcieren zu wollen, muss, so Mandl weiter, jedenfalls fragwürdig erscheinen.

„Die einzig adäquate Reaktion auf den EuGH-Schlussantrag ist eine breite Debatte über ein europäisches Bildungssystem, an der sich alle Betroffenen konstruktiv beteiligen und gemeinsam sinnvolle Alternativen, die einen internationalen, gleichberechtigten und hürdenfreien Zugang zu Bildung ermöglichen, erarbeiten können. Dieser breite Diskurs ist zum einen auf EU-Ebene notwendig, weil bildungspolitische Probleme einzelner Mitgliedsstaaten nicht in andere ausgelagert werden dürfen; zum anderen ist ein solcher aber auch innerhalb Österreichs gefordert – denn schließlich ist ein mögliches negatives Urteil nicht nur ein Problem für Leitungsgremien, sondern auch für ProfessorInnen, Mittelbau und vor allem die Studierenden, die eventuell weitere Qualitätsverluste zu befürchten hätten“, meint die stellvertretende Vorsitzende, Johanna Niederkofler.

Angesichts der (uni-)politischen Entwicklungen der letzten Jahre werden sich die verantwortlichen Stellen überdies die Frage gefallen lassen müssen, ob man sich tatsächlich hinter einem EuGH-Antrag verstecken kann, um die eigenen Vorstellungen einer Zwei-Klassen-Uni verwirklichen zu können. Dies umso mehr, als der freie Hochschulzugang bereits in den letzten Jahren massiv gelitten hat: „Überfüllte Hörsäle, endlose Warteschlangen, knock-out-Prüfungen am Anfang des Studiums, semesterlange Wartezeiten auf Seminarplätze – all das ist längst Realität an den Universitäten. Wenn Bundesministerin Gehrer der freie Hochschulzugang tatsächlich am Herzen liegt, muss es nun ihr vordringlichstes Anliegen sein, diesen zu erhalten und überdies auszubauen. Das heißt konkret, durch mehr finanzielle Mittel für bessere Studienbedingungen zu sorgen, sodass alle studieren können, die es wollen.“, fordert Mandl.

Presseaussendung