Kommentar: Klartext ohne ideologische Verblendung!

31. Oktober 2009
Das Bild der KHJÖ zur Bildungsdiskussion

Das Bild der KHJÖ zur Bildungsdiskussion

Soll ich Facebook-Fan der “Audimax-Besetzung” sein? Ist das auch möglich, wenn ich manche Forderungen differenzierter betrachte? Ist das auch möglich, wenn sich meine Solidarität mit der kubanischen Revolution noch immer sehr in Grenzen hält? Kurz, kann man Probleme der österreichischen Universitäten sachlich diskutieren? Ideologien sind wichtig als individueller Werte-Wegweiser, sollen jedoch keine Problemlösung verhindern.

Ziel der Bildungspolitik muss es sein, jungen Menschen die jeweils bestmögliche (Aus-)Bildung in bestmöglichen Bildungseinrichtungen zu bieten. Die Finanzkraft der Eltern darf dabei keine Rolle spielen und soll niemanden vom Studieren abhalten. Heißt das grundsätzlich keine Studiengebühren? Oder Studiengebühren ja, aber mit einem gut ausgebauten, sozial treffsicheren Stipendiensystem, (es zahlen jene, die es sich leisten können)? Heißt das auch grundsätzlich freien Hochschulzugang in jeder Studienrichtung? Wären also etwa Studieneingangsprüfungen eine neue kulturelle Barriere um bildungsfernen Schichten ihren Verbleib in eben jener sozialen Schicht zu “garantieren” ? Und wie groß ist die Gefahr, an den Bedingungen und Bedürfnissen des Arbeitsmarktes vorbei auszubilden?

Die Uni ist ein Lebensraum. Sie darf kein Ort sein, wo Studierende als bloße Bildungskonsumenten betrachtet und behandelt werden. Sie muss Platz bieten, um über die eigentliche Fachausbildung hinaus noch zusätzliches Wissen und Qualifikationen zu erwerben. Sie darf auch ehrenamtlicher Betätigung nicht die Luft nehmen vor lauter Anwesenheitspflicht und zunehmender Verschulung. Ein junger Mensch muss die Universität als selbstständig denkende, gut ausgebildete kritische Persönlichkeit verlassen können.

Die Republik Österreich benötigt keine Bürger/-innen, denen auch noch auf Hochschulen vermittelt wurde, dass es wie bei Multiple-Choice-Prüfungen, nur eine Wahrheit gibt. Spätestens in der Wahlkabine wären sie überfordert. Junge Menschen müssen in die Lage gebracht werden, sich ihr eigenes Bild machen zu können und kritisch vorgegebene Lehrweisheiten hinterfragen zu können.

Wenn also die Audimaxbesetzer ihre Kubaplakate entfernen, können sie sich für eine größere Masse von Studierenden, mit im Grunde gleichen Forderungen, öffnen. Die ausgelöste Bildungsdebatte muss genützt werden, um eine Zusammenarbeit zwischen allen ÖH-Gruppierungen von links bis rechts zu bewirken. Denn eine Besetzung mag geeignet sein, um Aufmerksamkeit zu erregen. Danach muss aber an Lösungen gearbeitet werden können!

Erstellt von Simon Ebner und Peter Schauer

Link zum derStandard-Kommentar
Link zur KHJÖ-Erwähnung im Kurier
Link zur KHJÖ-Erwähnung in “Die Presse”
Link zur Audimax-Besetzungs-Homepage “Unsere Uni”

peter Uncategorized

Jetzt an Lösungen arbeiten!

31. Oktober 2009
Stellungnahme der KHJÖ zu den Audimax-Protesten

Stellungnahme der KHJÖ zu den Audimax-Protesten

Die Katholische Hochschuljugend Österreichs begrüßt, dass der Reformstau an den Universitäten wieder oben auf der politischen Agenda angekommen ist. Sie warnt aber alle Beteiligten davor, sich mit utopischen Forderungen oder Fundamentalopposition dagegen in ideologischen Grabenkämpfen zu verirren.

Jede/r soll Chance zu guter Ausbildung bekommen!
Es herrscht wohl Konsens darüber, dass es Ziel der Bildungspolitik sein muss, jungen Menschen die jeweils bestmögliche (Aus)bildung in bestmöglichen Bildungseinrichtungen zu bieten. Die Finanzkraft der Eltern darf dabei keine Rolle spielen und soll niemanden vom Studieren abhalten.
Jede/r soll das studieren können, was er oder sie will. Schließlich wird man nur einen Beruf gut ausüben können, den man gerne macht. Ordentliche Studienbedingungen müssen gewährleistet werden!
Es geht um Fixplätze in Pflichtseminaren möglichst in Verbindung mit einem Sitzplatz im Hörsaal. Es geht darum, nicht ein halbes Jahr auf eine Betreuungsperson für die Diplomarbeit zu warten – und im Idealfall nach dem Abschluss des Studiums auch einen entsprechenden Beruf zu finden!
Die KHJÖ betont aber auch, dass Ausbildung ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes der Sache auf keinen Fall dienen!

Uni als Lebensraum!
Uni darf kein Ort sein, wo Studierende als bloße Bildungskonsumenten betrachtet und behandelt werden. Sie muss Platz bieten, um über die eigentliche Fachausbildung hinaus noch zusätzliches Wissen und Qualifikationen zu erwerben. Sie darf auch ehrenamtlicher Betätigung nicht die Luft nehmen vor lauter Anwesenheitspflicht und zunehmender Verschulung. Blankes „Nutzwissen“ darf nicht einfach vor breiteres „Bildungswissen“ gestellt werden!

Demokratie lebt von selbstständig denkenden, kritischen Menschen!
Wenn jungen Menschen schon die Ausbildungsstätte lehrt, dass man am besten durchkommt, wenn man stur das Vorgegebene lernt und am besten mit dem Strom schwimmt, wird man irgendwann in der Sackgasse der Unselbstständigkeit landen.

Sprung über ideologischen Schatten!
Ideologien sind wichtig als individuelle Wertewegweiser, dürfen aber sachliche Problemlösungen nicht verhindern. Es ist möglich, dass Studierende mit den Studienbedingungen unzufrieden sind, und trotzdem noch immer nicht mit der kubanischen Revolution sympathisieren!
Wenn sich die Proteste wieder auf die wesentlichen Probleme an den Unis konzentrieren, kann auch eine größere Masse von Studierenden diese Proteste unterstützen.
Auch von den ÖH-Fraktionen von links bis rechts erwartet sich die KHJÖ den Sprung über den ideologischen Schatten und eine inhaltliche Zusammenarbeit. Spätestens dann wird das Ministerium in einen Dialog auf Augenhöhe eintreten müssen.

khjoe Uncategorized

Katholische Hochschuljugend zum virtuellen Leben verhelfen

14. September 2009
Hilf mit die KHJ auch bei Wikipedia zu etablieren

Hilf mit die KHJ auch bei Wikipedia zu etablieren!

Real zu exisiteren ist schon lange nicht mehr genug. Als weiteren Schritt zur Etablierung der Katholischen Hochschuljugend im World Wide Web bedarf es einem Eintrag auf Wikipedia.
Seit Mai 2001 sind auf diesem virtuellen Lexikon 955 084 Artikel in deutscher Sprache entstanden. Hilf mit, den 955 085. Artikel entstehen zu lassen. Unter diesem Wikipedia-Link kannst du mithelfen, für Interessierte die Katholische Hochschuljugend zu präsentieren. Mögliche Inhalte können die Geschichte der KHJ, eine Vorstellung der Hochschulorte, genauso wie die aktuellen Aktvitäten der KHJ sein.
Das Bundesteam freut sich auf deine Mitarbeit!

peter Uncategorized

Gestern, oder doch heute?

11. August 2009
Lass uns einen Blick in die Vergangenheit deiner KHJ-Zeit werfen.

Lass uns einen Blick in deine KHJ-Zeit werfen.

Die Katholische Hochschuljugend Österreichs (KHJÖ) möchte mehr wissen. Über gestern, doch auch über heute. So laden wir aktive und aktiv gewesene Mitglieder der KHJ ein uns ihre Gedanken, Gefühle und Erinnerungen zur KHJ mitzuteilen.

Wie siehst du die KHJ? Was motiviert bzw. motivierte dich in der KHJ engagiert zu sein? Welchen Augenblick bei der KHJ wirst du nie vergessen? Was gibst bzw. gabst du der KHJ und was kam zurück? Welche Menschen bedeuten bzw. bedeuteten dir viel in der KHJ? Was wurde über die KHJ noch nie gesagt?

Schick uns deinen Kommentar per Mail an das Generalsekretariat. Noch unkomplizierter geht es, indem du die Kommentarfunktion unserer Homepage verwendest und uns dort von deinen Eindrücken erzählst. Unter allen Einreichungen verlosen wir ein neues KHJÖ-T-Shirt. Die Aktion gilt bis Ende des Jahres.

peter Uncategorized