Jahresbericht 2013

23. Juni 2014

Ich habe Lust zu beten!

Jeden Donnerstag, um 21:00 Uhr, treffen sich Studentinnen, Studenten, Professoren und Hochschulseelsorger im KHG Heim, um in der Barbara Kapelle gemeinsam zu beten. Der Gebetsabend ist in drei Abschnitte eingeteilt: Impuls, Stille und Glaubensexperiment.

Der Impuls – Am Beginn des Gebetsabends wird das Tagesevangelium vorgelesen. Dieses Evangelium bestimmt auch das Thema des Gebetsabends.
Die KHJ Leoben lädt jeden Donnerstag eine Persönlichkeit ein, mit der Bitte, einen Kurzvortrag über die vorgelesene Bibelstelle vorzubereiten. Alternativ kann auch ein freies Thema gewählt werden, wie: Persönliche Erfahrungen, Lieblingstextstellen oder Neuigkeiten aus der Welt.
Professor Harmuth (Gesteinshüttenkunde), Professor Buchmayr (Umformtechnik), Professor Mitterer (Funktionale Werkstoffe und Werkstoffsysteme) und Vertreter von Amnesty International Leoben waren bereit, solche Impulse für uns vorzubereiten.

Die Stille - Diese Gebetsform ist in der Ignazianischen Spiritualität verankert. Albert Holzknecht ist Jesuit. Er begleitet die Studentinnen und Studenten in Leoben schon über ein Jahr. Beim Gebetsabend lädt er ein, still zu werden, den Atem Gottes zu spüren und sich in Gottes Gegenwart zu stellen. Er gibt eine kurze Einführung und Denkanstöße für die Betrachtung des Tagesevangeliums. Danach kehrt tatsächlich Stille ein in der Barbara Kapelle.

Das Glaubensexperiment – Das Tagesevangelium wird eine Woche vorher per E-Mail an alle KHJ-Mitglieder gesendet. Die Studentinnen und die Studenten sind eingeladen, sich ein Experiment dazu auszudenken. Die Kreativität kennt keine Grenzen. Am 6. Dezember kam der heilige Nikolaus (Wolfgang Ziegler) zu Besuch. Einmal spielte die Gebetsrunde ein Schätzspiel zum Thema Weltbevölkerung und Welteinkommen. Manchmal bekommen die Studentinnen und Studenten ein kleines Geschenk mit nach Hause (Text, Spruch, Bild) und manchmal bekommen sie eine Aufgabe. Die Vorsitzende von Amnesty International Leoben hat als Experiment den Auftrag gegeben, Präsident Obama eine E-Mail zu schreiben.

Eine kleine Gruppe musikalischer Studentinnen und Studenten hat sich zusammengefunden und eine Lobpreisband gegründet. Die Band heißt Außer Norm. Der Name entstand aus drei Gründen: Erstens sind alle Bandmitglieder Technikerinnen und Techniker, zweitens kann Jede und Jeder mitspielen, daraus resultiert, dass die Musikinstrumente stark variieren. Drittens spielt die Band von Gotteslobliedern über Hillsongs bis zu U2 alles quer durch den „Musikgarten“.

Die KHJ Leoben bemüht sich, den Gebetsabend noch weiter zu entwickeln. Es gibt zum Beispiel Vorschläge, den Gebetsabend unter Sternenhimmel zu feiern. Das Gebet soll Kopf (Impuls), Herz (Stille) und Hände (Experiment) verbinden, sodass die Studentinnen und Studenten sagen: „Ich habe Lust zu beten!“

Elisabeth Jäger

 


Glauben heißt aufbrechen – KHJÖ Sternwallfahrt nach Mariazell

„Glauben heißt aufbrechen“  – Unter diesem Motto brach am Christi Himmelfahrtstag eine Gruppe von 7 Studenten aus Leoben auf, um an der diesjährigen Sternwallfahrt nach Mariazell teilzunehmen. Gemeinsam mit neun Studenten aus Graz stiegen wir voller Vorfreude in Aflenz aus dem Bus, um nach einem kurzen Gebet den ersten längeren Anstieg von Aflenz über die Aflenzer Bürgeralpe auf die Windgrube zu bewältigen. Bei dem Prachtwetter und der grandiosen Aussicht auf die gesamte steirische Bergwelt konnte man das durchaus als kleine Himmelfahrt bezeichnen. Nach einer wohlverdienten Pause am Gipfel ging es weiter zu einer windgeschützten flachen Stelle am Hochplateau, wo wir das Hochfest von Christi Himmelfahrt mit einer Bergmesse feierten. Pater Albert Holzknecht SJ hatte hierfür alle notwendigen Utensilien in seinen Rucksack eingepackt und der fehlende Altar war schnell aus den Rucksäcken der Teilnehmer gebaut. Das solch eine mehrtägige Wallfahrt immer auch Überraschungen parat hat, an denen man aber im Glauben an sich selbst und an Gott wachsen kann, sollte bereits der folgende Abstieg nach Seewiesen zeigen: Hier hatten wir einige Schneefelder im steileren Gelände zu traversieren, was ohne Steigeisen und mit schwerem Gepäck eine große Herausforderung darstellte, die wir jedoch gemeinsam bravourös meisterten. Im Rahmen eines von uns erdachten, sehr lustigen Kennenlernspieles (3 Geschichten-welche ist wahr), kamen dann am Abend noch überraschende Tatsachen über die einzelnen Teilnehmer ans Licht. Der Weg nach Niederalpl am nächsten Tag brachte wieder einige Herausforderungen, denn Wind- und Schneebruch hatten uns viele Bäume, auch an schwierigen Stellen, in den Weg gelegt. Er brachte aber auch schöne Begebenheiten zwischen den Teilnehmern, aber auch mit den Einheimischen. So kam es dazu, dass wir während der Rast auf der Turnauer Alm, bei einer privaten Hütte plötzlich Besuch von den Eigentümern hatten, die uns spontan mit Bier, Kaffee und Kuchen bewirteten. Diesen lieben Leuten sei an dieser Stelle noch einmal ein herzliches „Vergelt´s Gott“ ausgesprochen. Zudem konnten wir kurz vor Niederalpl eine besondere Schönheit der Schöpfung, in Form des seltenen Auerhahns, bewundern. Verstärkt durch eine weitere Grazer Gruppe ging es dann am nächsten Tag durch den Lieglergraben und über Gußwerk nach Mariazell, wo wir bereits vom Bürgermeister und örtlichen Fotografen erwartet wurden. Vielen Dank und „Vergelts Gott“ gilt es aber auch jener Einheimischen zu sagen, die uns im Lieglergraben Unterstand in ihrer Garage gewährte und uns so eine trockene – das Wetter war an diesem Tag leider regnerisch – Rast ermöglichte. Den Abschluss dieses schönen Tages bildete eine Lichterprozession und eine persönliche Führung durch die Basilika durch den Superior des Mariazeller Priesterkonvents, Pater Karl Schauer OSB, welche wir bereits gemeinsam mit den Gruppen aus den anderen Hochschulorten erleben durften. Auch ihm ein herzliches „Vergelts´s Gott“. Nach spannenden Workshops, in denen wir uns mit grundlegenden Fragen des Lebens und des Glaubens beschäftigten, feierten wir am Sonntag die Wallfahrermesse in der Basilika. Gestärkt durch ein wohlschmeckendes Mittagessen und erfüllt mit schönen Eindrücken, machten wir uns dann auf, um nach Leoben heimzukehren. Abschließend gilt es noch allen Beteiligten, die zum Gelingen dieser Pilgerreise beigetragen haben, zu danken und allen Teilnehmern „Bon camino“ – einen guten weiteren (Lebens-) Weg – zu wünschen.

*Bon Caminio“ – dt. guten Weg – spanischer Pilgergruß, der vor allem am spanischen Teil des Jakobsweges ausgesprochen wird.

Matthias Narnhofer

 


KHJ Filmstudio

Das Fernsehen und das Kino prägen unsere Gesellschaft maßgeblich, der Mensch von heute will unterhalten werden. Leider genügt in den meisten Fällen ein oberflächliches Thema, die Zuseher müssen lediglich von Spezialeffekten gefesselt werden. In kleineren Städten wie Leoben hat man zum Kinoprogramm nach Hollywood-Standarddrehbuch keine Alternativen. Aus diesem Grund veranstalten wir von der KHJ ungefähr monatlich das KHJ Filmstudio, in dem inhaltlich wertvolle Filme gezeigt werden. Diskussionen nach dem Film in gemütlichem Rahmen bei Bier und Knabbereien verleihen dem Filmstudio eine angenehme Atmosphäre.

Inhaltlich wertvoll? Was bedeutet das? Filme können nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern auch der Bildung. Filme sollen die Grundlage für spannende Diskussionen bilden. Filme sollen inspirieren, Filme sollen lehren und aufklären. Diese Linie verfolgen wir mit Spielfilmen wie “Hotel Ruanda”, der Einblicke in die bestürzenden Geschehnisse dieses Landes rund um den Völkermord im Jahre 1994 gibt oder “Lord of War”, der die legale Verteilung von Kriegsgeräten mit Hilfe global agierender Waffenhändler als Marionetten thematisiert. Dokumentationen wie “Home”, eine Hommage an die Schönheit der Natur, die gleichzeitig aber auch ihre Verletzlichkeit zeigen soll, werden ebenso gezeigt, wie die deutsche Tragikomödie “Good bye, Lenin!”, die vom Fall der Berliner Mauer aus der Sicht eines in der DDR geborenen Jungen erzählt.

So danke ich allen Besucherinnen und Besuchern des Filmstudios, die “ja” zum Bildungsfernsehen sagen. Ich freue mich auf viele weitere gemeinsame und spannende Abende.

Wolfgang Ziegler

 

 

Fastenessen der KHJ Leoben

Auch in diesem Jahr veranstaltete die KHJ Leoben ihr traditionelles Fastenessen.

Diesmal kam der Reinerlös der freien Spenden einem Projekt der Caritas zu Gute. Es wurde für ein Kamel gesammelt, um damit Nomadenfamilien in Nordkenia zu unterstützen. Tiere sind die Lebensgrundlage für die dort lebenden Menschen, die nun von der Caritas Österreich unterstützt  werden, damit sie nach der langen Dürre ihre Herden wieder aufbauen können. Kamele haben traditionell eine hohe Bedeutung in Nordkenia: die Milch der Kamele wird getrunken und männliche Kamele werden als Lasttiere zum Transport von Wasser und Brennholz verwendet. Dies ist in einem Gebiet, in dem die nächste Wasserstelle bis zu drei Stunden Fußweg entfernt sein kann, ein wichtiger Beitrag, um das Leben der hier ansässigen Menschen zu verbessern.

Dank dem zahlreichen Erscheinen vieler Freunde der KHJ konnte ein Betrag gesammelt werden, der es ermöglichte, ein Kamel für Nordkenia und noch eine Ziege zu kaufen.

Heuer gab es zum ersten Mal eine Zusammenarbeit der KHJ Leoben mit dem K.Ö.St.V Glück Auf Leoben, die eine kleine Abwechslung und neue Bekanntschaften brachte.

Das Fastenessen fand dreimal im Barbarasaal des Collegium Josefinum statt und es gab nicht nur traditionelle Gemüsesuppe, sondern es startete gleich mit einer orientalischen Kraut-Ingwersuppe.

An dieser Stelle ist ein großes Dankeschön den zahlreichen Mitwirkenden und natürlich auch den treuen Gästen des Fastenessens zu sagen.

Marlies Borchert

 

SONY DSC

Bild 1 von 7

Joel Allgemein

Exerzitien – Besinnungswochenende im Stift Seckau

19. Juni 2014

Was ist ein Abenteuer? Wenn sich ein verwegener Abenteurer aufmacht ins Unbekannte, gegen Krokodile kämpft und einen Schatz sucht.

Am Wochenende vom 21 bis zum 23. März 2014 haben wir uns zu acht aus Leoben nach Seckau aufgemacht, um ein Abenteuer zu erleben. Exerzitien –„So richtig mit Schweigen?“, wie sich manche Teilnehmer am Anfang noch fragten. Ja, so richtig mit Schweigen. In Wirklichkeit war es vielleicht eher ein Abenteuerurlaub mit einem sehr guten Reiseleiter.

Pater Albert begleitete uns und gab uns Impulse in Form von Bildbetrachtungen, Schriftbetrachtungen und Wahrnehmungsübungen. Im Allgemeinen hatte jeder eine Stunde Zeit, um sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen, das Erlebte konnte danach in der Gruppe geteilt werden. Mit dem Thema „Alles beginnt mit der Sehnsucht“ wurden wir ins Schweigen hineingeführt. Am Samstag spannte sich der Bogen von „Gott der Schöpfer“ über „Gott der mich leben lässt“, „Gott der mit mir mitleidet“ und „Gott der mir vergibt“. So begleitet und hingeführt nahmen viele von uns gerne die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und/oder zur Beichte wahr. Am Sonntag beschäftigten wir uns damit, wie wir die Erfahrungen in den Alltag mithinaus nehmen können („Gott der mich sendet“) und beendeten unser Zusammensein mit der Feier der Messe.

Wir haben, bis auf die Gesprächsrunden, das Singen und Beten, auf das Sprechen verzichtet. Und dadurch hatten wir eine ganz besondere Zeit. Wir hatten Zeit zum Wahrnehmen. Zeit zum Nachdenken. Zeit zum bei sich Bleiben. Zeit, die Krokodile zu suchen, die wir sonst recht tief in unserem Seelenurwald verstecken.

Ich bin davon überzeugt, dass auch jeder und jede von uns einen kleinen Schatz gefunden hat und versuchen wird, diesen im Alltag zu teilen.

Julia Winter

Joel Aktivitäten, Allgemein

Brücke 01/14 – Das Mysterium – Die Fastensuppe

3. März 2014

Das Mysterium der Zahlen im Leben von Studierenden. Ein Studienjahr ist voll von Zahlen. Einerseits die Noten die unsere Leistungen verdeutlichen oder die Zahl 13, welche vielen von uns Glück bringt. Weiters ist auch unser Studienjahr in zwei Semester gegliedert, das Winter- und das Sommersemester. Diese beiden bilden einen großen Rahmen über alle Aktivitäten, die wir während des Studienjahres veranstalten. Eine Veranstaltung möchte ich in weiterer Folge vorstellen, die im Rahmen der Fastenzeit von der Katholischen Hochschuljugend Leoben schon seit einigen Jahren organisiert wird. Die 40-tätige Fastenzeit gibt uns die Möglichkeit in sich zu kehren, aber sie bietet uns auch die Möglichkeit bewusst auf das Thema „Teilen“ aufmerksam zu machen und Projekte zu unterstützen, die es ermöglichen, dass auch anderen Menschen ein Osterfest bereitet wird.

Fastenessen

Aus diesem Grund gibt es in der Fastenzeit an zwei Dienstagen, dem 11. und 18. März 2014, um 12.00 Uhr die traditionelle Fastensuppe im Studentenheim des Collegium Josefinum. Die Suppe wird von Studierenden der Katholischen Hochschuljugend zubereitet und anschließend verteilt. Der Erlös der heurigen Fastensuppe wir dem Verein „VinziDorf“ gespendet. Im letzten Jahr konnten mehr als 400€ gesammelt werden. Davon wurden ein Kamel und ein Esel für Projekte der Caritas gekauft. Das Mysterium über die Anzahl der  Besucherinnen und Besucher und der Spendenhöhe, lässt sich mit Ihrem Besuch und Ihrer Spende auflösen. Die KHJ hofft so auch in diesem Jahr auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher, um auch weiterhin Sozialprojekte unterstützen zu können.

Joel Aktivitäten, Brücke Artikel

Nikolausbesuch in der KHJ Leoben

17. Dezember 2013

Wer hätte das gedacht? Dieses Jahr waren alle brav, und so kam der Nikolaus auch ohne den Krampus aus.

nikolo_01_2013

Bild 1 von 16

Joel Allgemein

“Faszination Schädel” in der Kunsthalle Leoben

10. Dezember 2013

„Kopfkultur“ – Da Vinci in Leoben, der bunte Schädel am Bahnhofsgebäude, Plakate, Poster und immer wieder Ankündigungen. Die Ausstellung „Faszination Schädel“ ist nun schon seit Anfang des Jahres Thema in Leoben und neulich haben auch wir, von der KHJ-Leoben, uns ein Bild darüber gemacht. Ich muss sagen, trotz anfänglicher Skepsis – denn Schädel gehören eigentlich nicht unbedingt zu meinen Interessen – bin ich sehr positiv überrascht gewesen. Die Sammlung fasst Exponate kunstvoll und fein verarbeiteter Schädel von überall auf der Welt, Kult von dem die meisten von uns vermutlich noch nie gehört – geschweige denn gesehen-haben, Werke von Da Vinci bis Gall und sogar Schädel von Vorfahren von vor unvorstellbaren rund 170.000 Jahren. Abschließend rundet Schädelkult aus der Moderne die Ausstellung ab und gab so manchem Anlass, diesen in Zukunft vielleicht auch (in südamerikanischer Manier) auf die eine oder andere Art zu zelebrieren. Diese außergewöhnliche Ausstellung ist, wie wir erfahren haben, dank zahlreicher Leihgaben internationaler Museen möglich geworden und auch deshalb empfehle ich, mal vorbei zu schauen, solange die Möglichkeit besteht! Die meisten werden wohl – wie auch wir es waren – überrascht sein, wozu so ein Kopf alles gut sein kann. Abschließend bedanken wir uns recht herzlich bei Bürgermeister Dr. Matthias Konrad und Stadtpfarrer Dr. Markus Plöbst für die spendierten Eintrittskarten.

Martina Schwarzenbacher

Joel Aktivitäten, Allgemein

Brücke 05/13 – Die Stille

25. November 2013

Jeden Donnerstag während der Studienzeit treffen sich die Studierenden und die Professoren in der Barbara Kapelle des Collegium Josefinum, um gemeinsam den Alltag hinter uns zu lassen, zu beten und in der Stille einen Weg nach innen zu finden. Pater Mag. Albert Holzknecht SJ, der zweite Hochschulseelsorger neben Pfarrer Dr. Markus J. Plöbst, fährt dazu jede Woche von Graz nach Leoben, um mit uns das Abendgebet zu zelebrieren. Im Laufe des letzten Jahres wurde das Abendgebet umgestaltet und so dürfen wir nun regelmäßig im Rahmen des Abendgebetes an einer angeleiteten Stille durch Pater Mag. Albert Holzknecht SJ. teilhaben. Er lädt während des Gebetabends ein, still zu werden, um Gottes Gegenwart zu spüren. Diese Stille wird mit Gebeten und Gedanken des Hl. Ignatius angeleitet. Ignatius von Loyola war der wichtigste Mitbegründer und Gestalter der später auch als Jesuitenorden bezeichneten Gesellschaft Jesu.

Pater Mag. Albert Holzknecht SJ. bietet der KHJ Leoben immer wieder die Möglichkeit an, die Exerzitien zu begleiten und gibt so den Studierenden die Möglichkeit, insbesondere in der Fastenzeit still zu werden und sich auf die wesentlichen Aspekte des Lebens zu konzentrieren. Die Stille im Gebet und auch beim Gehen, die bei den Jesuiten eine wesentliche Rolle spielt, konnte auch bereits bei diversen Sternwallfahrten erlebt werden, die von Pater Mag. Albert Holzknecht SJ. geleitet wurden.

Karina Reppnig

Joel Allgemein, Brücke Artikel

Brücke 04/2013 – Alt werden jung bleiben

18. November 2013

Tagtäglich lesen wir in den Medien bzw. werden wir überflutet von Werbematerialien was Frau und Mann gegen den Prozess des Älterwerdens machen können. Es gibt Cremen, Vitaminshakes, Medikamente und vieles mehr, die uns alle versprechen ewig jung und schön zu bleiben. Wieso ist das Älterwerden ein negativ bzw. ein Defizit behafteter Entwicklungsprozess? Einige Jahre, Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte früher sah man das Alter als ein Geschenk. Ältere Mitmenschen hatten zumeist viel Erfahrung und jede Menge Lebensweisheiten, an denen die Menschen teilhaben wollten und die sie ihren jüngeren Familienmitgliedern mitgaben. Das Alter wurde als ein Reifungsprozess gesehen, dass sowie auch im Glauben mit dem zunehmenden Alter wächst. Die Menschen sollten nicht über den Verlust diverser körperlicher Funktionen traurig sein, sondern glücklich über die Erfahrungen, die sie gemacht haben und dass es ihnen, möglich ist ein langes Leben zu haben. Lebensweisheiten und Erfahrungen erleichtern die Bewältigung von Krisen. Stehen wir in jungen Jahren vielen Herausforderungen gegenüber, die uns nur schwer zu meistern scheinen, können im Alter Herausforderungen mit der Lebenserfahrung oftmals leichter bewältigt werden. Die Koexistenz zwischen Alt und Jung ist von großer Bedeutung. Einerseits in der Gesellschaft, da die Menschen jeder Altersgruppe voneinander profitieren und lernen können, und auf der anderen Seite ist es wichtig, dass wir unseren Geist auch im Alter jung halten, um uns den Herausforderungen stellen zu können. So hat auch Jean Jacques Rousseau vor vielen Jahren schon gesagt:

“Die Jugend ist die Zeit, Weisheit zu lernen. Das Alter ist die Zeit, sie auszuüben.”

Die Jugend bzw. das Alter auf eine genaue Zeitspanne festzulegen, wirkt in der heutigen Zeit sehr überholt. Es geht darum zu erkennen, dass jedes Alter eine Zeit ist, Weisheit zu lernen, die wir zu einem späteren Zeitpunkt benötigen können. Daher ist es wichtig, auch wenn wir älter werden unseren Geist jung zu halten, um jung zu bleiben. Es sind nicht die äußeren Werte von Bedeutung, wie möglichst wenig Falten zu haben, sondern wichtig ist es, an innerer Reife zu gewinnen und daher ist es von großer Bedeutung, diese Reife und Weisheit in jungen Jahren zu lernen, um im Alter diese Weisheit auszuüben und nicht vorgegeben Schönheitsidealen nachzueifern, sondern jene Werte zu erkennen, die unser Leben glücklicher machen. Daher ist die Gemeinsamkeit in unserem Körper, einerseits im Geiste jung zu bleiben, andererseits aber auch den körperlichen Prozess des Älterwerdens zuzulassen, für jeden von uns eine tägliche Herausforderung. Der Glaube wächst im Alter und auch der Glaube an uns selbst sollte im Alter wachsen.

Karina Reppnig und Andreas Hausberger

Joel Allgemein, Brücke Artikel

Brücke 03/2013 – Online mit Gott

7. November 2013

Was bedeutet „Online mit Gott“ zu sein? Ist dies eine neue Form mit Gott zu kommunizieren, oder braucht es dafür mehr? Welche Bedeutungen haben die Wörter „online“ und „offline“ in unserem Glauben?

In unserer heutigen Zeit, einem Zeitalter der sozialen Netzwerke versuchen immer mehr Communities mit ihren Mitgliedern „online“ in Kontakt zu bleiben. Auch der neue Papst, Franziskus hat diesen Weg gewählt um mit seinen Followern (twitter) in Kontakt zu bleiben. Bei uns ist Facebook “the way of social network to connect people”.

Viele Glaubensgemeinschaften treten bzw. bleiben nun immer öfter mit ihren Mitgliedern über das Internet in Kontakt. Seelsorger versuchen so die Gläubigen zu erreichen. Ist dies wirklich ein guter Weg, oder benötigen wir zum Erhalt der Glaubensgemeinschaften andere Hilfen, wie die Menschen persönlich in Kontakt bleiben können. Vielleicht müssen wir, um mit Gott „online“ zu sein, zuerst in der virtuellen Welt „offline“ gehen. Das soll heißen, wir müssen zu uns selbst finden um offen zu werden für Gott. Diese Offenheit erleben wir besonders in der Zeit von Ostern bis Pfingsten, es ist jene Zeit in der Gott besonders zu uns Menschen in Kontakt tritt. Die Bibelgeschichten versuchen zu dieser Zeit besonders den Menschen wieder „online“ zu holen, in diesem Sinne, kann man die Bibel ein bisschen wie eine Plattform sehen, wo wir mit Gott in Kontakt treten, um uns auszutauschen. Dieser Austausch mit Gott hat eine besondere Bedeutung, wichtig dabei ist, wie uns auch das Pfingstereignis gezeigt hat, unsere Mitmenschen zu verstehen. Beginnen soll dieser Austausch mit unseren Mitgläubigen in der Familie, bei Freunden und Nachbarn. Dieses Miteinander soll aber auch über die Grenzen möglich sein und dabei kann uns das Internet mit seinen vielen Plattformen eine Hilfe sein um in den vielen Weltsprachen doch gemeinsam zu kommunizieren und so den Glauben auch im Web 2.0. zu leben und erleben.

Daher sollen wir auch diesen Weg, des „online“ treten mit Gott in der digitalen Welt nutzen. Die Bibelstelle vom ersten Brief des Johannes 4, 12

 

„Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.“

 

zeigt uns, wie wichtig es ist Gott in den Menschen zu sehen und so mit ihnen in Kontakt zu treten, um mit Gott „online“ zu sein. In diesem Sinne sind wir davon überzeugt, dass es auch möglich ist, mit Gott über das Internet in Kontakt zu treten, wenn wir mit unseren Mitgläubigen auf Foren im Gespräch sind. Wichtig ist aber, dass wir mit Gott „online“ sind, egal ob im Web 2.0. oder in der persönlichen Interaktion mit den Menschen.

Karina Reppnig und Andreas Hausberger

Joel Allgemein, Brücke Artikel

Brücke 05/2012 – Lifestyle

19. Januar 2013

Welchen Lifestyle habe ich als Studentin und Mitglied einer katholischen Studentengruppe wie der KHJ-Leoben? Was prägt unseren christlichen Lifestyle in der KHJ-Leoben?

Wir, von der Katholischen Hochschuljugend Leoben, haben uns vor dem Sommer überlegt, wie wir junge Studentenkollegen/innen für unseren christlichen Lifestyle begeistern können. Es gab viele verschiedene Meinungen, wie wir dies gestalten könnten. Einerseits wurde uns bewusst, dass vor allem die Kontinuität bewährter Rituale, wie der gemeinsame Besuch der Sonntagsmesse, das Morgengebet am Dienstag und auch das Abendgebet am Donnerstag, unsere Studentenwoche stark beeinflusst und unsere Zusammengehörigkeit stärkt.  Wir wollten aber auch auf uns aufmerksam machen und auch bei jenen Studenten bekannt werden, die unsere Gruppe noch nicht so gut kennen. Daher haben wir ein Semester-Opening veranstaltet, das unter dem Motto „burning down the sau – die KHJ Leoben stellt sich vor“ stattfand. Die Motivation für dieses Fest war, neue Mitglieder für die KHJ Leoben zu begeistern. Gestartet wurde mit einem Gottesdienst um 18:00 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Xaver in Leoben. Anschließend ging die Party im Josefinum los, wo bereits das Spanferkel am Grill lag. Zu trinken gab es Bier, Wein und das Spezialgetränk HUGO. Für die Nachspeise standen viele verschiedene Kuchen bereit. DJane Kathi sorgte für gute Stimmung. Die Party war sehr gut besucht und wir hoffen, dadurch auch einige neue Mitglieder gewonnen zu haben. Es war uns wichtig zu zeigen, dass wir viele verschiedene Veranstaltungen, wie Partys, gemeinsames Kochen, Künstlercafé oder auch Kulturausflüge organisieren. Wichtig dabei ist uns stets, die Zusammengehörigkeit und das Gefühl „in einer Gemeinschaft aufgehoben sein“, zu vermitteln und zu leben! Dieses Gefühl möchten wir auch an Studenten weitergeben, die noch auf der Suche nach ihrem Lifestyle und einer Gemeinschaft sind.

Aber zählt nun nur der Erfolg möglichst viele neue Mitglieder zu finden, oder gibt es noch etwas, das mehr zählt?

Zählt nicht auch der Gedanke daran, andere Menschen dafür zu begeistern auch ein Leben im Blick auf die christlichen Wurzeln zu leben? Natürlich kann diese Begeisterung unterschiedlich stark ausfallen und nicht jeder möchte unseren Lifestyle übernehmen, dies muss uns auch immer wieder klar sein. Wichtig ist jedoch, dass jeder seinen Lifestyle findet, einen Lifestyle, der Identität und Halt gibt. Damit wird das Leben für uns und unsere Menschen wertvoll und wir müssen uns nicht krankmachenden gesellschaftlichen Zwängen unterwerfen. Es liegt an jedem von uns, diese Zwänge und starre Strukturen zu hinterfragen, aufzubrechen und einen individuellen, für uns passenden Lifestyle zu finden. Dies kann für den einen der christliche Lifestyle und für den anderen ein anderer, genauso wertvoller Lifestyle sein.

Karina Reppnig

matthias Allgemein, Brücke Artikel

Brücke 04/2012 – Glaube

18. Januar 2013

Als ich das E-Mail erhalten habe, dass ich zum Thema Glaube meine Gedanken niederschreiben darf, wusste ich anfangs nicht so genau, wie ich an dieses Thema herangehen sollte. Dann erinnerte ich mich an ein Zitat, das ich vor einiger Zeit gelesen habe:

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzten kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. 

Marie von Ebner-Eschenbach

Dieses Zitat ist eine sehr interessante Herangehensweise zum Thema Glaube. Ich denke jedoch, dass in diesem Begriff noch viel mehr drinnen steckt. Jeder von uns glaubt an etwas, ich meine, auch wenn so manche von sich behaupten „Glaubensfrei“ zu sein. Für uns Christen ist der Glaube an Gott und Jesus von besonderer Bedeutung. Dieser Glaube verbindet uns in unserer Gemeinschaft. Was verbindet uns mit den anderen Gläubigen dieser Welt? Ich denke, dass dies der Glaube ist, dass Gott, welchen Namen auch immer wir ihm geben, alle Menschen dieser Welt begleitet, dass es ein göttliches Gegenüber und Danach, ein Leben nach dem Tod gibt.

In den letzten Jahren wenden sich immer mehr junge Menschen von der katholischen Kirche ab. Meist hört man Kommentare wie: „Ich kann auch ohne Kirche gläubig sein.“ Diese Meinung kann ich nicht nachvollziehen. Ich denke es braucht natürlich eine Gemeinschaft wie die der Christen, Juden oder Muslime, um seinen Glauben leben zu können. Den Glauben bedeutet vor allem Vertrauen. Ein Vertrauen darauf zu haben, dass in schwierigen Zeiten jemand an meiner Seite steht und mir neue Kraft gibt. Gott und meine Mitmenschen geben mir Vertrauen, eine neue Zuversicht, um an meine eigenen Ressourcen und Kraftquellen glauben zu können und um positiv in die Zukunft zu gehen.

Leider erleben viele junge Menschen die Kirche aufgrund vieler einseitiger Berichterstattungen, sehr negativ. Leider haben Menschen in der Kirche in den letzten Jahren aber auch immer wieder Gründe genug für negative Meldungen gegeben.

Ich wünsche mir, dass sich junge Erwachsene um ein eigenständiges Bild der Kirche bemühen. Dass sie mit diesen guten Erfahrungen, wie auch ich in der Katholischen Hochschuljugend, Kraft für das Leben schöpfen. Dass sie glauben können, dass diese Kraft in der Gemeinschaft – dass Gott mit uns – die Welt zum Guten verändert.

 

Karina Reppnig

matthias Allgemein, Brücke Artikel