Christentum und Bildung
Das Fundament der europäischen Kultur in der Krise
Immer mehr Christen kehren der Kirche den Rücken zu. Sind es auf der einen Seite die vermeidlich hohen Kirchengebühren, findet manch anderer kaum mehr Identifikation mit der aktuellen Kirchenpolitik.
Parallel zur Krise der Kirche liegt auch die Bildungspolitik in misslicher Lage. Sie wird in letzter Zeit mehr denn je kritisiert. Das Spektrum der Kritiker reicht von unbefriedigenden Ergebnissen in Bildungsstudien wie Pisa bis hin zu unglücklicher Finanzpolitik der Universitäten.
Die Befürchtungen der Universitätsbevölkerung, Europa verliere nun auch seine Vormachtstellung in der Bildung scheinen berechtigt.
Die Befreiung von Studiengebühren soll abgeschafft, das Budget für Universitäten gesenkt werden.
Steht akademische Bildung bald nur noch der sozialen Oberschicht zu?
Die herausragende Universitätsausbildung, die für Österreich und Deutschland ein Aushängeschild ist, war soweit in den letzten Jahren noch für jeden Bürger zugänglich.
Doch nun und nicht nur durch die erhöhten Studiengebühren scheint der akademische Bildungszweig ein Privileg für die obere Mittelschicht zu werden.
Sind es die überfüllten Lehrsäle, die die Politiker mit ihrer Bildungspolitik zu entlasten versuchen?
Zudem müssen wir durch die Globalisierung der Bildungsinfrastruktur wie Bachelor und Master eine Degradierung unserer Bildungssystems verkraften.
In einem Land in dem es kaum Rohstoffe gibt, sind Wissen und Forschung der Garant für das Überleben in der Globalisierung.
Wenn diese nun sukzessiv durch rigorose Sparmassnahmen an Qualität verlieren, wird auch die Industrie früher oder später an Standorte im Ausland abwandern, wo nicht nur qualifizierteres Personal geboten ist, sondern auch Bereitschaft für Investition und Innovation.
Doch wo liegt die Ursache für diesen Werteverfall?
Das Christentum nämlich legte seit alters her viel Wert auf hohen Bildungsstandard.
In den letzten Jahren hat sich jedoch ein falsches Verständnis dieser Tatsachen in der Bevölkerung eingenistet.
Man glaubt, die Kirche sträube sich gegen Fortschritt. Doch waren die ersten Naturwissenschaftler nicht alles christliche Gelehrte, die eine Erklärung für so manch Unerklärbares zu vermitteln versuchten?
So ist es nicht verwunderlich, dass die Kirche die ersten Bildungseinrichtungen gründete um Aufklärung in die Bevölkerung zu bringen.
Mit diesen Einrichtungen schuf das Christentum Kultur und Moral – ein Grundstock dem wir unseren Fortschritt aber auch unsere Werte verdanken.
Mit dem Aberkennen dieser traditionellen Bildungselite und der Neudefinition der Struktur, wird das Bildungszentrum verdrängt.
Die Katholische Hochschuljugend Leoben ist der Überzeugung, dass diese Werte erhalten bleiben sollten und will mit ihrer Präsenz den Stellenwert
der Christlichen Moral betonen.
Die Investitionen in Bildung sowie die Förderung christlicher Familien sind von elementarer Bedeutung für unsere Zukunft.
