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Archiv für die Kategorie ‘Diskussionsveranstaltung’

Schneeballschlacht am KHJ Wochenende

18. Januar 2011

Eine Gruppe Studierender verbringt ein Wochenende auf einer Hütte in den Bergen. Die jungen Menschen bringen Vorträge ein und diskutieren eifrig. Nach dem ersten großen Vormittagsblock verlassen sie die Herberge, um zu einer nahen Burgruine aufzusteigen und den Kopf ordentlich auszulüften. Die Sonne strahlt auf den über Nacht gefallenen Schnee, die klare kalte Luft brennt in den Lungen. Der nur wenige Minuten dauernde Aufstieg ist erfüllt von fröhlichem Geplauder, jeder geht sein Tempo.

Bereits erreichen die ersten einen verfallenen Vorturm, dessen verfallende Mauern zum Klettern einladen, wenn auch nicht zu hoch. Zu kalt sind die Steine, zu ungelenk die festen Winterschuhe. Nach den letzten Versuchen ist die Gruppe wieder vollzählig und man legt die letzten Schritte zur Hauptruine zurück.

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Über dem Burghof liegt tiefe morgendliche Ruhe. Beim Erkunden zerfällt die Gruppe in kleine Grüppchen, die sich über die gesamte Fläche verteilen. Und als sich auch noch diese auflösen, sieht man vereinzelt versteckte Schneebälle in den Händen aufblitzen.

Während eines Augenblicks verwandeln sich die eben noch Erwachsenen in ausgelassen tobende Kinder. Die Luft ist erfüllt von waagerecht einfallendem Schnee, nur über die Richtung ist sich noch niemand einig. Schnell ist ein gemeinsames Ziel gefunden, nämlich Max, der eine der Mauern des Burghofes erklommen hat. Bereits nach den ersten Treffern verfliegt die Einigkeit auch wieder, die Winde wehen aus den unterschiedlichsten Richtungen.

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Lassen wir doch den Blick ein wenig herumschweifen:

Zur rechten sieht man Robert, wie er, wasserdicht verpackt, versucht, sich an der Mauer entlang zum etwas entfernten und windstillen Aussichtspunkt zu schleichen.

Weiter Richtung Mitte steht Joe auf einer niedrigen Anhöhe und nützt den guten Überblick dort, um seine Schneebälle gerecht zu verteilen.

In der Mitte nun, zu ebener Erde, hat man Mühe, Martin in dem Schneegestöber um ihn herum auszumachen. Neben ihm wagt Kerstin einige präzise Schüsse, gesellt sich dann aber bald zu Robert am Aussichtspunkt.

Weiter links wälzen sich Thomas und Johannes im Schnee, wobei sich, wie durch ein Wunder, nur an Thomas‘ Mantel Schnee ansammelt. Wenig später jagt ein Schneemann Johannes vom Feld.

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Am linken Rand des Blickfelds sieht man noch Max, wie er verzeifelt versucht, möglichst schnell seine exponierte Lage hinter sich zu lassen.

Und immer wieder fliegen auch aus meiner Richtung Schneebälle ins Bild. Man kann doch nicht tatenlos zusehen…

Bald beruhigt sich der Schneesturm wieder, die lachenden Gesichter sammeln sich zum Rückweg. Den gröbsten Schnee aus der Kleidung schüttelnd steigt man wieder zur Herberge ab. Vereinzelt fliegen noch größere in den Händen verbliebene Schneereste, aber eigentlich ist der Blick schon wieder voll Spannung vorwärts gerichtet, auf die kommenden Beiträge und Gespräche in der Hütte.

Advent, Diskussionsveranstaltung, KHJ

Ostervorbereitung

21. April 2010

Am Palmsonntagswochenende versammelte sich ein knappes Dutzend interessierter Studierender, um ein gemeinsames Wochenende in der Anton-Dupal-Hütte in Kleinreifling zu verbringen. Zur Diskussion sollten vielfältige Themen kommen, dazu später.aufstieg

Freitag Mittag begann die Reise nach Kleinreifling, zu Beginn mit Tram, dann mit der Eisenbahn. Der letzte Anstieg wurde, mit den nötigsten Vorräten in den Rucksäcken zu Fuß bewältigt, was gute zwei Stunden in Anspruch nahm.

Auch gab es einen ersten Impuls von Robert Kaspar,
“Alles Leben ist Bewegung”.

In der Hütte angekommen, galt es diese für das Wochenende zu erwärmen. Der Ofen wollte befeuert, das Heißwasser zum Duschen beheizt werden. Nach einer gemütlichen Abendjause stellte Daniel Reischl das Buch “Rechnen mit Gott” von Rudolf Taschner vor, regte Maria Pachinger zum Nachdenken über Lebensprioritäten an und referierte  Johannes Waslmeier über den Religionskritiker Ludwig Feuerbach und dessen Ansichten zu Religion allgemein und Christentum im Speziellen.

Der Abend klang gemütlich bei Tee und Kartenspiel aus.

vorgipfelDer Samstagmorgen wurde mit einem gemeinsamen Gebet begrüßt, nach dem Frühstück berichteten Markus Schlagnitweit und Michael Mayrhofer über ihre Eindrücke zum Buch “Die Stadt in der Wüste” von Antoine de Saint-Éxupery.

Zur Mittagszeit wurden gemeinsam Spaghetti gekocht und mit sichtlichem Genuss verzehrt. Zur Verdauung gings dann hinaus in die Natur. Auch wenn das Wetter allerlei Kapriolen schlug, es bisweilen sogar graupelte, erklommen einige Bergsteiger im gleißenden Sonnenschein einen nahegelegenen Gipfel.

Nach der wohlbehaltenen Rückkehr in die Hütte und einer kurzen Phase der Zivilisierung (Duschen und Erwärmen mit Tee) wurde es wieder thematischer mit Beiträgen zur Biographie und Philosophie Jean-Paul Sartres und der Diskussion über Sinnhaftigkeit und Auswirkungen des Leidens und Todes Jesu.

Der Sonntag stand neben einer kurzen Übung zur Zeiteinteilung vor allem im Zeichen des Aufräumens und Auszuges aus der Hütte. Der Abstieg gestaltete sich zu einem Wettlauf gegen die Abfahrtszeit des Zuges, den wir mit einem schwerbeladenen Sprint noch erreichten. Sonntag Abend kehrten wir von diesem erfüllten und gelungenen Wochenende wieder nach Linz zurück.

Diskussionsveranstaltung, KHJ, Wandern

Von U-Kunst und E-Kunst – Bildungstagung 2009 der KHJÖ in Linz

29. Mai 2009

Von Christi Himmelfahrt an waren Wallfahrer-Gruppen der Katholischen Hochschuljugend Österreichs (KHJÖ) drei Tage lang aus unterschiedlichen Richtungen sternförmig auf den Pöstlingberg unterwegs gewesen. Am Sonntag danach hielt die KHJ in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Linz am Campus der Johannes-Kepler-Universität ihre diesjährige Bildungstagung ab. Thema: „wenn wir die bilder nicht hätten. – Bild und Kult, Kunst und Religion.“

Der Titel nimmt Bezug auf ein bilder-freundliches Gedicht des Priesters und Lyrikers Wilhelm Willms (1930-2002). Aus Anlass des Kulturhauptstadtjahres 2009 waren zur KHJ-Bildungstagung erstmals auch interessierte Nicht-Mitglieder eingeladen. Als Mitveranstalter konnten das Forum Sankt Severin, die Kunstuniversität Linz sowie das Institut für Kunstwissenschaft und Philosophie der Katholisch-Theologischen Privatuniversität gewonnen werden.

Die Leiterin des letztgenannten, Univ.-Prof. Dr. Monika Leisch-Kiesl, sprach sich in ihrem Eröffnungsvortrag „Wahre und falsche Bilder. Christusdarstellungen im Lauf der Zeit“ für eine Vielfalt (nicht Vielzahl!) von Bildern in liturgischen Räumen aus. Man könne Bilder auch von Zeit zu Zeit auswechseln. Auf ein hyperrealistisches Bild könnte zum Beispiel ein ganz abstraktes folgen. Wichtig sei, dass das Bild die Vorstellungen der Gläubigen nicht in eine ganz bestimmte, allzu eindeutige Richtung dränge. Bilder wie liturgische Räume sollten „Raum geben“.

Am Nachmittag konnten die etwa 60 TeilnehmerInnen der Veranstaltung zwischen drei Workshops wählen. Der Workshop mit Univ.-Prof. DDr. Günter Rombold, dem Künstler Manfred Erjautz und dem Grazer Hochschulseelsorger Alois Kölbl galt der Frage „Muss Kunst provozieren?“. Ein zweiter Workshop mit dem Architekten DI Andreas Heidl und der Kunsthistorikerin Dr. Martina Gelsinger setzte sich am Beispiel des Raumes der Stille in der KHG und des Trauungssaals im Neuen Rathaus Linz mit der architektonischen Inszenierung besonderer Räume auseinander. Die dritte Gruppe traf Kunstreferent MMMag. Hubert Nitsch vor dem Mariendom zum Gespräch über das diözesane Linz-09-Projekts „Turmeremit“ als „Bild für das ganze Leben“. Die Domturmbesteigung war dabei ein besonderer Höhepunkt.

Den Abschluss der Bildungstagung machte der Schweizer Ausstellungsmacher und Kunst-Dozent Paolo Bianchi im Audimax der Kunstuni mit seinem Referat „Gott ausstellen – Religion in der zeitgenössischen Kunst“. Er begann mit der These, dass man heute „alles ausstellen könne, also auch Gott“. Dann brachte Bianchi, der auch für das Linz-09-Projekt „Höhenrausch“ verantwortlich zeichnet, aber vor allem Beispiele vom Ausstellen verschiedener Glaubensformen. Schließlich zeigte er Bilder einiger „Skandal-Kunstwerke“ der letzten Jahre: den berühmt gewordenen gekreuzigten Frosch von Martin Kippenberger, die Maurizio-Cattelan-Installation mit dem Motiv eines von einem Meteoriten erschlagenen Papst Johannes Paul II. von oder, vom selben Künstler, „Him“ – eine Plastik eines auf den Knien betenden Adolf Hitler.
Die Fragen und Diskussionsbeiträge im Anschluss an den facettenreichen Vortrag zeigten das Publikum angeregt, aber nicht aufgeregt und zum Teil ein wenig ratlos.

Fazit im musikalischen Bild: Gut gemachte Unterhaltungsmusik hat ihre Reize, wenn man sich von vornherein darauf einstellt. Eigentlich hätte der Titel „Gott ausstellen“ den BesucherInnen schon vorher sagen können, dass hier nicht allzu ernste Töne erklingen würden. Wer wie ich mit der vagen Erwartung gekommen war, Erhebendes der Kategorie E, etwa eine Messe von Anton Bruckner zu hören, wurde enttäuscht. Gegeben wurde nämlich „Im Weißen Rössl“.  Wer sich darauf einlassen konnte, durfte sich jedoch über eine kurzweilige und auch geistreiche Inszenierung freuen.

Robert Kaspar

Diskussionsveranstaltung, KHJ

Fair Share und Global Marshall-Plan

4. März 2009

Entflammt statt Ausgebrannt

3. Dezember 2008

Am 03.12. fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Burn Out statt. “Entflammt statt Ausgebrannt-Rezepte gegen das Burn Out” Das Thema, welches gut zu unserem Jahresthema (Nachhaltig Leben) passt, lockte viele Interessierte in die KHG Gallerie.
CampusTV hat einen Beitrag erstellt der auch online verfügbar ist: Beitrag von CampusTV
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von KHJ und der Verbindung Austro Danubia durchgeführt.
OA Dr. Margot Peters vom Wagner Jauregg ging in ihrem Vortrag vor allem auf die Symptome und den Krankheitsverlauf ein, während HR Dr. Michael Katzensteiner Vorbeugemaßnahmen und Strategien gegen das Burn Out präsentierte. Beide Referenten haben uns ihre Vorträge auch digital zur Verfügung gestellt und können hier heruntergeladen werden:
HR Dr. Michael Katzensteiner
OA Dr. Margot Peters

Diskussionsveranstaltung, KHG, KHJ