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Archiv für die Kategorie ‘KHJ’

Wir kommunizieren uns zu Tode!

16. März 2009

HEUTE, Montag, um 19:30 startet in der KHG-Bibliothek der MEDIENKRITISCHE LESEKREIS
unter der Leitung von David Schellander,  Mechatronik-Diplomand und Stv. Vorsitzender der KHJ Linz (Kontakt: david.schellander@gmx.at),

Anhand des Buches „Wir kommunizieren uns zu Tode. Überleben im digitalen Dschungel“ von Gerald Groß (2008) werden die Auswirkungen von Internet und Handy auf unsere Sicht der Welt und auf unsere Privatsphäre betrachtet. Dabei stellt sich z. B. die Frage, ob uns Handy, E-Mail, YouTube und Co. mehr Freiheiten oder mehr Abhängigkeiten gebracht haben. Und überhaupt, was sind Informationen noch wert, wenn das Wissen der Welt von jedem Menschen verwaltet werden kann – siehe Wikipedia?

Weitere (ca. drei) Treffen werden beim 1. Treffen vereinbart.

Am Montag, dem 22. Juni wird der Autor Gerald Groß, bekannt aus der ORF-ZiB, zum Gespräch und zur Diskussion in die KHG kommen.

KHG, KHJ, Lesekreis

Sodom und Gomorra

16. März 2009

Bibel für AnfängerInnen / 2. Treffen im Sommersemester
Donnerstag, 19. März 2009, 19:30 Uhr, KHG-Bibliothek

Da geht es zu wie in Sodom und Gomorra!
Die vielschichtige Erzählung im Buch Genesis (18,20-19,29)ist sprichwörtlich geworden.
Was lässt sich aus historisch-kritischer Perspektive dazu sagen? Warum ist das Vergehen der Männer von Sodom namensgebend für >Sodomie< (sexuellen Verkehr mit Tieren) geworden? Lassen sich aus dem Erzählten Wesensmerkmale von Sünde im allgemeinen ableiten? Und was kann man heute mit der Geschichte anfangen?

Wir sind gespannt.

Daniel, David und Robert

Bibel, KHJ

Istanbul

14. März 2009

Februarexkursion der KHJÖ

ISTANBUL 06.02. – 14.02. 2009

Bericht aus Linzer Sicht

„Ja und nein.“ Das war die Antwort, die die TeilnehmerInnen der diesjährigen KHJ-Februarexkursion in Istanbul am häufigsten auf ihre Fragen erhalten haben. „Ist die Türkei ein laizistischer Staat?“, „Sind die Religiösen in der Politik auf dem Vormarsch?“, „Gibt es in der Türkei Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit?“ „Ist ein EU-Beitritt der Türkei mittelfristig bis langfristig denkbar? Wünschenswert? Anzustreben?“ Auf solche und ähnliche Fragen reagierten mehrere KHJ-Gesprächspartner unabhängig voneinander zunächst mit dem Satz „Ja und nein.“ Die weiterführenden Erklärungen waren manchmal verwirrend. Und die faszinierende Zwölf-bis-Fünfzehn-Millionen-Stadt Istanbul, die bekanntlich nicht „die Türkei“ ist, hinterlässt viele Eindrücke, die sich sehr schwer ordnen lassen. Wir, die sieben TeilnehmerInnen von der KHJ Linz, versuchen es trotzdem.

Freitag, 6.2.09

Ein Flug von Österreich nach Istanbul dauert mit etwa 100 Minuten gar nicht lang. Von Bratislava aus ist der Flug sogar noch ein bisschen kürzer, und, wenn man mit SkyEurope fliegt, auch billiger. Aber bis man in Bratislava ist, dauert es. Mit der Straßenbahn von der KHG Linz zum Bahnhof, mit der Westbahn nach Wien West, mit der U-Bahn zum Südtirolerplatz, mit dem Bus über Wien Schwechat zum Flughafen Bratislava – da kommen schon einige Stunden zusammen. Der ohnehin schon kurzfristig vom Nachmittag in die Nacht verlegte Flug geht dann auch noch eineinhalb Stunden später weg – um 1.40 Uhr.

Samstag, 7.2.

Ankunft Flughafen Sabiha Gökcen auf der asiatischen Seite des Bosporus ca. 4.15 Uhr Ortszeit ( Zeitverschiebung: plus 1 Stunde). Taxifahrt über den Bosporus ins Zentrum von Istanbul, genauer gesagt in den Stadtteil Eminönü, in dem unsere Jugendherberge steht, wenige Gehminuten von den Hauptsehenswürdigkeiten Hagia Sophia, Topkapi Palast und Blauer Moschee entfernt. Den frühen Vormittag verschlafen wir, dann brechen wir zum Sultanahmet-Park auf. Wenn 26 Leute an zwei Bankomaten Geld abheben wollen, dauert das. Die Schlange vor dem Ticketschalter für den Topkapi-Palast ist auch lang, und außerdem stellt sich heraus, dass wir uns am Schalter für die Einheimischen angestellt haben. Glücklicherweise kann Katharina Zimmerbauer so gut Türkisch, dass uns der Beamte trotzdem die mit 20 Lira (10 Euro) recht teuren Karten verkauft. Einige von uns legen sogar noch zusätzliche 15 Lira für die Besichtigung des Harems aus. Der ist aber wirklich sehenswert: Wunderschöne Fliesen, Mosaiken und Gemälde schmücken die prächtigen Räume. Beeindruckend ist auch der übrige Sultanspalast, in dem wir den restlichen Nachmittag verbringen. Etwas merkwürdig erscheint uns die Präsentation der heiligen Reliquien des Islam, die Gläubige wie Touristen gleichermaßen anlocken. Ausgestellt sind unter anderem der Fußabdruck, Barthaare, Briefe und ein Zahn des Propheten Mohammed. Was wirklich irritiert, sind die ohne Fragezeichen abgedruckten Datierungen bei einem angeblichen Topf Abrahams und dem angeblichen Stab des Mose: 2000 B.C. und 1400 B.C. Weil man Abraham und Mose gemeinhin in diesen Zeiträumen ansetzt, müssen wohl auch die ihnen zugeschriebenen Reliquien aus dieser Zeit sein. Für uns sieht es so aus, als ob hier Archäologie und kritische Geschichtswissenschaft zugunsten des Volksglaubens zu schweigen hätten.

Sonntag, 8.2.

Nach dem Frühstück Fußmarsch zum St. Georgs-Kolleg, einer österreichischen Schule in der Nähe des berühmten Galata-Turmes im Stadtteil Karaköy auf der anderen Seite des Halic, jener Meeresbucht, die auch Goldenes Horn genannt wird. Der Direktor, der Lazarist Franz Kangler empfängt uns, zeigt uns die Kirche und feiert mit uns und seiner deutschsprachigen Gemeinde die Sonntagsmesse. Nach dem „Pfarrcafé“ mit den Gemeindemitgliedern erzählt er uns im Festsaal unter einem großen, repräsentativen Foto des Staatsgründers Kemal Atatürk die Geschichte seiner Schule und einiges Wissenswerte über die türkische Religionspolitik. ………

Nach dem Essen in einem SB-Restaurant in der Nähe fahren wir mit einem Lehrer der Schule hinaus zur Chora-Kirche im Stadtteil Fatih. Der Lehrer, Herr Kritzinger, gibt uns eine ausgiebige Führung durch die an Mosaiken und Fresken reiche ehemalige Kirche, die in osmanischer Zeit eine Moschee war und heute ein Museum ist. Anschließend kommen wir mit dem Bus zum Taksim, dem Hauptplatz Istanbuls, und schlendern in Kleingruppen die Einkaufsstraße Istiklal Caddesi hinunter. Das Wetter ist überwiegend regnerisch und kühl.

Montag, 9.3.

Sonniger und relativ lange Wanderung entlang des Halic zum Ökumenischen Patriarchat im Stadtteil Fener. Der Patriarch, der bis vor kurzem beim Erzbischof von Salzburg geurlaubt hat, ist heute nicht da. An seiner Statt empfängt uns sein Pressesprecher Pater Dositheos, der vor seiner Tätigkeit für die Orthodoxe Kirche Chemiker in Deutschland war und daher ausgezeichnet Deutsch spricht. Nach einer Kurzvorstellung des Patriarchats ist beantwortet er viele Fragen. Die Kommunikation mit den türkischen Behörden in Ankara sei schwierig, sagt er. Vor allem bekomme man nie etwas schriftlich, da könne man selber schreiben, soviel man wolle. Die Bemühungen, das seit 1971 auf staatliche Anordnung geschlossene orthodoxe Seminar auf der Insel Halki wieder eröffnen zu dürfen, seien bisher vergeblich gewesen. Die türkischen Ambitionen auf einen EU-Beitritt könnten vielleicht Bewegung in die Sache bringen. Das ökumenische Patriarchat befürworte die Aufnahme der Türkei in die EU. Nach dem Gespräch sehen wir uns die Georgskirche, die Kathedrale des Patriarchen an.

Am Nachmittag sind wir zu Gast in der höchsten islamischen Behörde der Stadt und sprechen mit einem der vier Stellvertreter des Großmüftülük. Seine Behörde ist u. a. mitzuständig für den Inhalt der Predigten in den Moscheen von Istanbul und eine Art Ausgleichsstelle zwischen den Interessen der Religionsgemeinschaft und des Staates. Heikle Fragen (………) beantwortet er eher ausweichend. Er gibt sich als entschiedener Gegner des US-Einmarschs in den Irak. Zum Abschied schenkt er jedem von uns eine Art islamischen Katechismus in deutscher Sprache, an dem zum Beispiel auffällt, dass er als Rechtsschulen des Glaubens neben dem „Volk der Sunna“ nur ein „Volk des Abweichens“ kennt. Ob man darunter alle nicht-sunnitischen Moslems wie z. B. die Schiiten verstehen soll, bleibt offen……….

Von der prächtigen Süleymaniye-Moschee können wir leider nur ein Viertel besichtigen, der Rest wird gerade hinter blickdichten Holzwänden renoviert. Beim anschließenden Besuch des großen Basars sind wir froh, unter Dach zu sein – es schüttet nämlich in Strömen.

Das abendliche Kartenspielen (Watten, was sonst) versüßen wir uns mit reichlich eingekauften Baklava-Vorräten.

Dienstag, 10.2.

Pater Dositheos hat uns für halb zehn zur Teilnahme an der Liturgie in der unweit des Patriarchats gelegenen Nikolaus-Kirche eingeladen. Begangen wird der Namenstag eines uns völlig unbekannten anatolischen Heiligen. Die Liturgie ist sehr lang, sehr feierlich, außer der Predigt durchgängig gesungen, sehr weihrauchgeschwängert und selbst für die TheologInnen der KHJÖ-Gruppe, die irgendwann einmal Griechisch gelernt haben, kaum verständlich: Zu erkennen sind gerade mal das Glaubensbekenntnis und dass das Evangelium irgendwas aus den Abschiedsreden Jesu nach Johannes sein muss. Zur Kommunion geht fast niemand, zur abschließenden Austeilung des Segensbrotes durch den Patriarchen hingegen fast alle. Nach der Liturgie empfängt der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. uns und die beim Gottesdienst anwesenden Gläubigen in der Vorhalle der Kirche. Der Patriarch spricht sehr gut Deutsch und erzählt von seinen guten Kontakten zu Österreich, u. a. zu Kardinal Schönborn. Wir werden mit pikanten und süßen Häppchen bewirtet, dazu werden Getränke einschließlich verschiedener Schnäpse gereicht. Ein Gruppenfoto an der Ausgangsstiege rundet die interessante und freundliche Begegnung ab.

Am Nachmittag ist Zeit, die Hagia Sophia und die Sultan Ahmet Moschee (die sog. Blaue Moschee) zu besichtigen. Alois Kölbl gibt uns eine kunstgeschichtliche Einführung zur Hagia Sophia. Das Angebot eines professionellen Führers, uns die Sultan Ahmet Moschee zu erklären, lehnen wir mit einiger Mühe ab. Aufdringliche Händler und diverse Dienstleister abzuwimmeln, ist überhaupt eine häufige Tätigkeit während der ganzen Woche. Nicht ablehnen wollen wir hingegen den Vorschlag unseres Hostel-Inhabers Ömer, uns ein türkisches Bad zu organisieren. So geht die ganze Gruppe des Abends geschlossen in einen alten Hamam, der angeblich bereits seit 1710 besteht und dessen letzte Renovierung dem Aussehen nach etwa in den 1960er-Jahren gewesen sein dürfte. An dem Abend sind fast alle Lampen ausgefallen. Aber bei Kerzenlicht und eilig herbeigeholten Kellerlichtern wirken die alten Baderäume eh noch romantischer. Weniger romantisch geht das Personal beim Massieren ans Werk. Wir verkneifen uns aber jegliches Gejammer. Als wir zum Schluss in Handtücher eingehüllt in der Vorhalle unseren Caj schlürfen, wirken wir alle recht zufrieden. Passend zur wohligen Hamam-Wärme drinnen regnet es draußen schon wieder recht heftig.

Mittwoch, 11.2.

Bei endlich wieder sonnigem Wetter fahren wir mit dem Bus den Bosporus entlang bis Yeniköy. Im gleichnamigen Palais residieren der österreichichische Generalkonsul Josef Saiger sowie das österreichische Kulturforum mit seinem Direktor Mag. Christian Brunmayr, der uns bei der Organisation etlicher Programmpunkte dieser Woche sehr behilflich war. Außer den beiden Herren empfängt uns auch Frau Knaus von der European Stability Initiative, die uns die ausgezeichnete und aktuelle Türkei-Reportage „Aufbruch am Bosporus“ zeigt. Nach dem Gespräch über den Film, die türkische Parteienlandschaft und die derzeitigen gesellschaftlichen Strömungen werden wir im Ballsaal im Obergeschoß des Palais kulinarisch versorgt. Nette Gespräche, anschließendes Schlendern und Foto-Shooting im Garten.

Auch für einen längeren Spaziergang am Meerufer ist noch Zeit, bevor wir mit dem Schiff nach Eminönü zurückfahren. Wir marschieren zur Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache und unterhalten uns dort mit Pfarrer Holger Nollmann und „seiner“ Diakonin…………….

In der Kirche singen wir abschließend ein gemeinsames Taizé-Lied.

Donnerstag, 12.2.

Heute gibt’s Börek zum Frühstück: Käse-Teig-Rollen, deftig und gut. Solchermaßen gestärkt, fahren wir mit Straßenbahn und U-Bahn zur Österreichischen Außenhandelsstelle. Der Handelsdelegierte Mag. Marco Garcia erläutert uns Art und Ausmaß des österreichischen Engagements in der Türkei und erzählt uns einiges über die wirtschaftliche Lage des Landes………..

Bei wieder mal strömendem Regen geht es dann weiter zur Mechitharistenschule. Die Mechitharisten sind ein armenischer Ableger der Benediktiner. Die Zahl der Patres hier ist auf zwei geschrumpft, doch ein junger und motiviert wirkender „nicht-geistlicher“ Lehrkörper scheint den Verlust wettzumachen. Wir werden von den Patres und der jungen Direktorin begrüßt, der Schulchor singt uns zwei armenische Weisen vor. In der Kirche, die uns einer der Patres vorstellt, „revanchieren“ wir uns mit einem Taizé-Lied. Der Elternverein hat gehörig aufgetischt. Wenn wir dieses Buffet geahnt hätten, hätten wir uns glatt das Mittagessen sparen können. Thomas Würthinger schlägt sich wacker im Schach gegen einige Schüler und ihren Schachlehrer, während wir übrigen versuchen, mit SchülerInnen und Lehrern ins Gespräch zu kommen. Es funktioniert ganz gut, weil alle Englisch und einige sogar Deutsch können.

Am Abend gehen wir gemeinsam Essen in ein Restaurant in Eminönü. Dem Angebot des Betreibers, sein Lokal zu späterer Stunde für uns in eine Disco mit „crazy music“ zu verwandeln, tragen wir nur zum Teil Rechnung. Ein bissl tanzen wir schon, aber nur ein bissl.

Freitag, 13.2.

Ursprünglich war ja ein früherer Abflug geplant, aber dank SkyEurope haben wir jetzt einen vollen Tag zur freien Gestaltung. Einige von uns nützen die Zeit nach dem heute späteren Morgengebet und Frühstück zu Besichtigungen. Auf dem Programm stehen zum Beispiel die außerordentlich schöne, harmonisch wirkende „Kleine Hagia Sophia“, eine zur Moschee umgewandelte Sergios-und-Bakchos-Kirche nahe unseres Hostels, die ungemein beeindruckende Yerebatan-Zisterne mit ihrer unterirdischen riesigen, wassergefluteten Säulenhalle, der malerische Sirkeci-Bahnhof (der Endbahnhof des Orient-Express) samt seinem kleinen Bahn-Museum, die Hauptpost mit einem skurill-altmodischen Postmuseum und der Gewürzbasar. Nach einem Abstecher in der Rüstem-Pascha-Moschee mit ihren vielen bunten Fliesen statten viele der Neuen Moschee (Yeni Camii) einen Besuch ab und sind auch beim Freitagsgebet dabei. Soviel „religiöse Gymnastik“ (sich auf den Boden bzw. auf die Knie werfen und wieder aufstehen) sind wir als KatholikInnen gar nicht gewohnt.

Samstag, 14.2.

Der Freitagabend wird noch lang, denn das Taxi, das uns wieder zum Flughafen Sabiha Gökcen auf der asiatischen Seite des Bosporus bringt, kommt erst um 0.30 Uhr.

Dann folgt das eingangs geschilderte, trotz der kurzen Flugzeit eher komplizierte Reiseprocedere in der Gegenrichtung.

Erfreulich unterbrochen wird die etwas strapaziöse ca. 12-stündige Reise durch ein Frühstück im Jugend-Hostel „Wombats“ am Wiener Westbahnhof – dank der Connections von Daniel Reischl, dessen Schwester dort die Geschäfte führt.

Eine der wenigen Fragen zu dieser Istanbul-Februar-Exkursion, die sich anders als die vielen „Ja-und-nein“-Fragen mit einem glatten JA! beantworten lässt, ist die, ob sich diese Reise gelohnt habe.

Antwort: JA, UNBEDINGT!

KHJ

Fair Share und Global Marshall-Plan

4. März 2009

Laudes in der Fastenzeit

4. März 2009

sonnenaufgang

JedeR ist eingeladen, den Tag mit einem einfachen
Morgengebet mit Psalmen, Liedern und Stille zu beginnen.

Jeden Dienstag, 7 Uhr, Raum der Stille
anschließend Frühstück in der Mensa

Frühstück, Gottesdienst, KHJ

Tschechien

19. Dezember 2008

Tschechien – (Un-)bekannter Nachbar ?!
Unter disem Titel stand der KHJ-Länderabend von Daniel Reischl. Er war 2 Semester an der technischen Uni Prag als Austauschstudent, und hat seine Erfahrungen und Eindrücke über unser nächstes Nachbarland vorgetragen.
Im Anschluss an das Buffet (mit Bramborak, Oblaten, Becherovka und Budweiser Bier) gab es eine Filmvorführung, die Lust auf mehr tschechische Filme machte.

KHJ, Länderabend

KHJ-Wochenende

8. Dezember 2008

Von 6. bis 8. Dezember 2008 waren wir auf der Anton-Dupal-Hütte in Kleinreifling. Das Wochenende stand ganz im Zeichen unseres Jahresthemas, mehrere Inputs wurden dazu vorbereitet.

Wochenende der KHJ Linz 6. – 8. Dezember 2008,

Anton-Dupal-Hütte, Viehtaleralm bei Kleinreifling im Ennstal

Zur intensiven Auseinandersetzung mit ihrem Jahresthema „Spuren legen: nachhaltig leben“ verbrachte eine 12-köpfige Gruppe der Katholischen Hochschuljugend Linz das um den Maria-Empfängnis-Tag verlängerte Wochenende 6.-8. Dezember 2008 auf einer Selbstversorgerhütte im Reichraminger Hintergebirge.

Schon die Zug-Anreise von Linz nach Kleinreifling und der zweistündige Hüttenaufstieg zu Fuß signalisierten ökologisch verträgliches Reisen. Beim Einkauf der Lebensmittel, die wir nun in erheblich schweren Rucksäcken auf die Alm schleppten, hatten wir zuvor auf die Kriterien „regional, saisonal, biologisch, Fair Trade“ geachtet. Natürlich waren wir da gleich an gewisse Grenzen gestoßen. Weil wir uns Spaghetti Bolognese in den Kopf gesetzt hatten, brauchten wir Tomaten – nicht gerade ein Saisongemüse im Dezember. Aber dafür gibt’s ja passierte Tomaten im Tetrapack. Wo die nicht-biologischen Tomaten gewachsen waren, verriet der immerhin österreichische Hersteller nicht. Gewissensberuhigend waren dafür die Bio-Eier von hoffentlich glücklichen oberösterreichischen Hühnern für die Palatschinken und der ausgezeichnete steirische Eigenbau-Weißwein vom Schwager unserer Sekretärin.

Um gleich beim Thema Essen zu bleiben: Kulinarisch war das KHJ-Wochenende recht ergiebig. Der viele Käse in den Palatschinken, beim Frühstück und zur Jause dürfte sich allerdings nachteilig auf unsere „Ökologischen Fußabdrücke“ ausgewirkt haben.

Jedenfalls war dem Impulsreferat von David Schellander und der anschließenden Fragebogen-Auswertung zu entnehmen, dass intensiver Käsekonsum mit einem erheblichen Bedarf an landwirtschaftlicher Nutzfläche einhergeht. Die Fragebogen-Aktion unter den TeilnehmerInnen des Wochenendes ergab, dass die KHJ’lerInnen beim lebensstilbedingten Energie- und Raumverbrauch, den der sogenannte „Ökologische Fußabdruck“ als beanspruchte Landfläche in Hektar ausweist, unter dem österreichischen Durchschnitt von 4,6 Hektar lagen. Die Unterschiede bei den einzelnen Leuten waren aber beträchtlich. Generell war zu erfahren: Wer viel Auto fährt und häufig Flugreisen macht, viel Fleisch und Fertigmahlzeiten isst, viele Möbel und Kleidungsstücke kauft und eine womöglich große Wohnung im Winter womöglich mit Strom auf 22°C heizt, hinterlässt quasi den Fußabdruck eines Riesen. Die größten Riesen weltweit sind die US-Amerikaner mit einem Fußabdruck über 8 Hektar. Bei gleicher Verteilung der Gesamtfläche stünden jedem Weltbürger derzeit 1,8 Hektar zur Verfügung.

(Näheres unter: www.umweltschutz.wien.at/nachhaltigkeit/fussabdruck/index.html)

Das Rollenspiel zum Thema „Arbeitsfreier Sonntag“ unter der Anleitung von Daniel Reischl zeigte die recht unterschiedlichen Interessen der Akteure: Während der Autoindustrie-Zulieferer seine Maschinen gern rund um die Uhr ausgelastet sehen wollte und sein junger noch kinderloser Angestellter auch gar nichts gegen gut bezahlte Sonntagsarbeit einzuwenden wusste, wenn die ihm einen freien Donnerstag zum Snowboarden ermöglicht hätte, war der Feuerwehrobmann strikt dagegen: Er brauchte die freien Wochenenden für die gemeinsamen Feuerwehrübungen. Auch die im Handel tätige Mutter zweier Kinder konnte dem Arbeiten am Sonntag, das ihr Chef befürwortetete, nichts abgewinnen, weil ihre Kinder am Samstag und Sonntag schulfrei hätten und nicht während der Woche. Dass der Pfarrer für seine Schäfchen den Tag des Herrn arbeitsfrei sehen wollte, versteht sich von selbst. Mit dem Pfarrer wollte es sich der Bürgermeister zwar nicht vertun, aber der Autoindustrie-Zulieferer im Ort war ihm ebenso wichtig wie der florierende Einzelhandel. Und so war er in der Sonntagsarbeits-Frage gespalten.

Die Frage „Wieviel Religion braucht der Mensch?“ stand im Zentrum meines persönlichen Impulses zum KHJ-Wochenende. Dabei ging es unter anderem um eine Beschreibung von Religion als „Aufmerksamkeit auf die Abhängigkeit von der Erde und den Mitmenschen“ und als „Anerkennung des Umstandes, als Mann (bzw. Frau) mit bestimmten Fähigkeiten und bestimmten Grenzen in einer bestimmten Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit zu leben“. Da Religiös-Sein es mit sich bringt, die Fragen „Wovon lebe ich?“ und „Wofür lebe ich?“ zu stellen, unternahm ich auch den Versuch einer Antwort. Auf die Wovon? -Frage ging ich mithilfe der fünf Prioritäten Schlaf, Bewegung und Ernährung, Gebet, Gemeinschaft und Arbeit ein (vgl. Franz Jalics, Kontemplative Exerzitien – Eine Einführung in die kontemplative Lebenshaltung und in das Jesusgebet. Echter-Verlag, 9. Auflage, Würzburg 2005). Bei der Wofür-lebe-ich? -Frage spielte der Hinweis auf die Dankbarkeit im Sinne eines Mich-verdankt-Wissens ebenso eine Rolle wie das Erzählen von einer persönlichen Glaubenserfahrung. Die Arbeitseinheit klang aus mit einem Kleingruppen-Bibelgespräch zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt 13,24-30).

„Multi-tasking is a moral weakness.” Diese überraschende Feststellung traf Thomas Würthinger im Rahmen seiner Empfehlungen zur Entschleunigung. Man möge eben nicht gleichzeitig telefonieren und in den Computer schauen; nicht zur selben Zeit essen und lesen oder fernsehen und nicht ans Handy gehen, wenn man schon mit jemandem redet, der persönlich anwesend ist. Der Versuch, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, beeinträchtige die Qualität jeder einzelnen Handlung. Es gelte, die ungeteilte Aufmerksamkeit eben der Tätigkeit zuzuwenden, die gerade anstünde, bzw. eben der Person, mit der man es aktuell zu tun habe. Zu den Entschleunigungs-Tipps gehörte auch der Rat, Arbeitsort und Wohnort möglichst nahe beisammen zu halten, um lange Fahrzeiten zu vermeiden sowie die Erwägung eines Verzichts auf ein eigenes Auto.

Im Anschluss an die Impulsreferate wurde stets angeregt diskutiert. Dennoch kam während des gesamten Wochenendes auch das gemeinsame Spielen nicht zu kurz. Vor allem Watten war angesagt (für Insider: ladinisch-kritisch mit Gutem und Schlechtem).

Am Samstagmittag, nachdem viel Neuschnee gefallen war, stand eine Winterwanderung zum Borsee am Programm – exzessives Gruppen-Purzelbäume-Schlagen im Tiefschnee inklusive.

Am Morgen hielten wir jeweils eine kurze Andacht mit Tagesevangelium und Gesang. Zum Thema „Gebet“ brachte David Schellander eine sehr einprägsame Legende zu Gehör, die abschließend in voller Länge wiedergegeben sei.

In Maria Wörth wurde der große Frauentag gefeiert. Schiffe kamen von allen Seiten herangefahren und brachten Andächtige aus nah und fern, die an dem Umgang teilnehmen wollten. Nur ein armer Halterbub drüben in Pritschitz musste zu hause bleiben und die Kühe hüten, da er weder Schuhe noch Kleider besaß, um an dem Feste teilnehmen zu können. Traurig stand er auf der Weide und sah hin nach Maria Wörth. Er sah schon die Prozession ziehen und hörte das Beten der Menge, das zu ihm herklang wie „Platschiken-Platschaken“.
Der Bub fühlte große Sehnsucht, auch hin zur Mutter Gottes zu kommen. Er eilte zum See, faltete in inniger Andacht die Hände und, das Geräusch des herklingenden Gebetes nachahmend, schritt er aus und ging hin über das Wasser. In Maria Wörth sahen Pfarrer und Andächtige das Kind über den See herkommen. Sie eilten zum Ufer, um das Wunder in der Nähe zu sehen. Da hörten sie zu ihrem Erstaunen, wie das Kind in inniger Andacht „Platschiken-Platschaken“ sagte.
‚Kind’, sprach der Pfarrer, ‚was sagst du da? Das ist ja kein Gebet. So betet man nicht.’ Und er lehrte es die Worte eines Gebetes.
‚Jetzt, mein Kind, kehre zurück und sprich, was du von mir gelernt.’
Folgsam ging der Knabe wieder auf das Wasser und sprach das gelernte Gebet. Bald darauf war er in den Wellen verschwunden.

Georg Graber, “Sagen und Märchen aus Kärnten”, Leykam-Verlag, Graz, 1935 und 1944.

(zitiert nach http://members.aon.at/mettnitzer.at/gedanken/m_lit0501_Graber.html)

Robert Kaspar

KHJ, Wandern

Rorate

4. Dezember 2008

Heute fand um 6 Uhr die alljährliche feierliche Rorate in der KHG im Raum der Stille statt. im beruhigenden Schein von Kerzenlicht feierten wir einen wunderschön gestalteten Gottesdienst zelebriert von Markus und tatkräftig unterstützt von 4 Bläsern (Musikern). Diese hatten vorher die ehrenvolle Aufgabe mittels ihrer Musik die Bewohner des KHG-Heims aufzuwecken und auch gleich auf den besinnlichen Gottesdienst im Kerzenschein einzustimmen.
Nach dem Gottesdienst gab es, wie den Bildern zu entnehmen ist, ein einfaches, aber sehr gutes Frühstück bei dem dann die Gedanken zum vorherigen Festakt ausgetauscht werden konnten. Es war ein sehr schöner und besinnlicher Start in den Tag, den viele Studierende, auch von ausserhalb der KHG, wahrnahmen.

Frühstück, Gottesdienst, KHG, KHJ

Entflammt statt Ausgebrannt

3. Dezember 2008

Am 03.12. fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Burn Out statt. “Entflammt statt Ausgebrannt-Rezepte gegen das Burn Out” Das Thema, welches gut zu unserem Jahresthema (Nachhaltig Leben) passt, lockte viele Interessierte in die KHG Gallerie.
CampusTV hat einen Beitrag erstellt der auch online verfügbar ist: Beitrag von CampusTV
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von KHJ und der Verbindung Austro Danubia durchgeführt.
OA Dr. Margot Peters vom Wagner Jauregg ging in ihrem Vortrag vor allem auf die Symptome und den Krankheitsverlauf ein, während HR Dr. Michael Katzensteiner Vorbeugemaßnahmen und Strategien gegen das Burn Out präsentierte. Beide Referenten haben uns ihre Vorträge auch digital zur Verfügung gestellt und können hier heruntergeladen werden:
HR Dr. Michael Katzensteiner
OA Dr. Margot Peters

Diskussionsveranstaltung, KHG, KHJ

Adventkranzbinden und Adventkranzweihe

28. November 2008

Die KHJ band auch heuer wieder ihre Adventkränze selber.

Letzten Freitag den 28.11.2008 fand im KHJ-Zimmer im KHG-Heim das Adventkranzbinden statt. Es wurden viele tolle Adventkränze in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre gebunden. Jeder konnte seine Kreativität beim Verzieren seines Kranzes beweisen und auch anderen seine Ideen näherbringen. So war es eine erfolgreiche Veranstaltung und alle gingen fröhlich und vor allem sehr zufrieden ins Wochenende.
Am Sonntag fand dann im Rahmen des Gottesdienstes die Segnung der Adventkränze statt und es konnte auch gleich die erste Kerze entzündet werden. Somit war ein schöner Start in einen besinnlichen, ruhigen und nicht durch hektische Weihnachtseinkäufe überschatteten Advent gegeben.

Advent, KHJ