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Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Die KHJ Linz wünscht erholsame Sommerferien

1. Juli 2011

Wir wünschen allen Studierenden erholsame, sonnige und fruchtbringende Sommerferien.Entspannen und Energie tanken am Strand mit Mountainbike!

Der erste KHJ Gottesdienst findet voraussichtlich am 1. Sonntag im Oktober um 22 Uhr im Raum der Stille statt.  Nähere Informationen zum Sommerprogramm der KHJ und KHG findest du unter www.khg-linz.at!

Frohe Ferien

das Team der KHJ-Linz

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KHJ Linz Website mit Facebook und Twitter verlinkt

1. Juli 2011

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Medien machen Religion. Der tägliche Kampf um die Aufmerksamkeit

17. Januar 2011

Am Montag, dem 10. Jänner 2011 nahmen der Theologe Dr. Helmut Eder von der KTU Linz, KHJÖ-Vorsitzender  DI Thomas Würthinger und ich bei einer Abendveranstaltung in der KHG-Galerie die Gelegenheit wahr, Überlegungen zum KHJ-Jahresthema “ReligionMachtMedien” vor gut 25 TeilnehmerInnen vorzutragen und anschließend mit ihnen zu diskutieren. Während Helmut Eders Ausführungen vor allem der “Ökonomie der Aufmerksamkeit” nach Georg Franck und den von Pierre Bourdieu geprägten Begriffen des Ökonomischen, Sozialen, Kulturellen und Symbolischen Kapitals galten und Thomas Würthinger unter anderem neue Entwicklungen rund um das Internet-Phänomen “Facebook”  thematisierte, ging es mir in erster Linie um den Nutzen und Nachteil der Medien für das Leben – im Anschluss an die im Titel ähnlich lautende Zweite Unzeitgemäße Betrachtung Friedrich Nietzsches von 1874.

Mein Referat sei hier in voller Länge wiedergegeben – in der Hoffnung, dass es auch über den Veranstaltungstag hinaus noch Anstoß zum Weiterdenken und Weiterdiskutieren gibt.

Robert Kaspar

Medien machen Religion. Die logischen Konkurrenten der Kirchen

1. Die Unausweichlichkeit der Medien

Ich beginne mit einer Geschichte:

Der Zen-Meister Mu-nan weiß, dass er bald sterben wird und dass er nur einen wirklichen Nachfolger hat, seinen Schüler Shoju. Mu-nan lässt seinen Schüler Shoju holen und sagt ihm: „Ich bin nun ein alter Mann, Shoju, und du wirst diese Lehre weitergeben. Hier ist ein Buch, das seit sieben Generationen von Meister zu Meister weitergereicht wurde. Ich habe auch einige Anmerkungen hinzugefügt, und du wirst dieses Buch nützlich finden. Hier, nimm es als Zeichen, dass du mein Nachfolger bist.“

Shoju antwortet: „Besser, das Buch bleibt bei Euch. Ich habe Eure Zen-Lehre ohne ein geschriebenes Wort erhalten und will das auch weiterhin so halten.“

„Ich weiß, ich weiß,“ erwidert Mu-nan, „aber immerhin hat dieses Buch sieben Generationen gedient und es kann auch dir hilfreich sein. Hier, behalt es bei dir.“

Während des Gesprächs stehen die beiden zufällig neben dem Feuerplatz. In dem Moment, in dem das Buch von Mu-nan die Hand von Shoju berührt, packt der es und schleudert es ins Feuer. Mu-nan, den man noch nie zuvor wütend gesehen hat, schreit: „Was machst du da für Blödsinn?“ Schreit Shoju zurück: „Was redet Ihr da für Blödsinn?“ – Er ist nicht versessen auf geschriebene Worte.

Der indische Jesuit Anthony de Mello, der diese Geschichte erzählt, kommentiert sie mit dem Satz: „Der Guru berichtet unmissverständlich von seinen eigenen Erfahrungen. Er zitiert keine Bücher.“ 1

Daran, dass ich mit einer Geschichte eines anderen und mit einem Zitat beginne, erkennt jeder von Euch – auch, wer mich nicht kennen sollte -, dass ich kein Guru bin, sondern einer, der etwas studiert hat. Ein Theologe. Im Folgenden wird es zwar öfters um meine Erfahrungen gehen, weil ich hoffe, dass sie sich mit den Euren überschneiden werden. Jedoch werden sie mit allerhand Zitaten verbrämt sein. Ich kann nicht anders, ich bin ein Kind der Mediengesellschaft.

Meine Erfahrung ist, dass die Medien unausweichlich sind. Wir wachsen mit Büchern, Skripten, Zeitschriften und Zeitungen auf. Wir leben mit Gedrucktem, Fotografiertem und Gefilmten in allen Formen. Wir bewegen uns surfend, suchend und mailend im Internet. Wir haben einen Facebook-Account, also sind wir.

Die evangelische Theologin Dorothee Sölle hat in dem Aufsatz „Atheistisch an Gott glauben“ schon im Jahr 1966, lange vor dem Internet, versucht, die Unausweichlichkeit der Medien grundsätzlich in ein gutes Licht zu stellen:

Vor kurzem fragte ich einen Schriftsteller, warum er morgens die Zeitung lese. Er antwortete, es sei etwas Ähnliches wie das Morgengebet für frühere Generationen: Man vergewissere sich über den Gesamtzusammenhang. Ich dachte darüber nach, ob dieser Gesamtzusammenhang ein anderes Wort für Gott sei – oder: ob Christus nicht auch, heute lebend, die Zeitung läse statt zu beten.2

Die Antwort des Schriftstellers „Zeitungslektüre als Vergewisserung über den Gesamtzusammenhang“ beschäftigt mich seit langem. Ihr zufolge würde der Zeitungsleser in seinem Tun zuallererst Beruhigung suchen. Das hat für mich zunächst plausibel geklungen. Zwar stellen uns Zeitungen vor allem vor Augen, was alles in der Welt nicht in Ordnung ist: Mord und Totschlag, Kriege und Katastrophen, politische und wirtschaftliche Krisen, Verkehrsunfälle und österreichische Fußball-Ergebnisse. Aber dadurch, dass die Zeitungen darüber berichten, vermitteln sie gleichzeitig den Eindruck, dass abgesehen davon alles in schönster Ordnung sei. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung wäre, stünde es ja in der Zeitung. Insofern ist die Zeitung, und, man darf ruhig ergänzen, die politisch-wirtschaftliche und die chronikmäßige Berichterstattung in Medien überhaupt, ein Ordnungsfaktor – weil die Berichterstattung die Unordnung überschaubar macht.

2. Was an Medien reizt

Der Reiz des Medienkonsums erschöpft sich sicher nicht in der Vergewisserung über den Gesamtzusammenhang. Was uns zur Nutzung der Medien bringt, ist sehr grundsätzlich der Reiz fremder Geschichten. Geschichten hat man sich schon an den Lagerfeuern der Steinzeit erzählt. Geschichten füllen wesentliche Teile der Bibel und historischer Bibliotheken. Geschichten kommen in sämtlichen Hollywood-Filme und in unzähligen Internet-Blogs. Die Sölle-Überlegung, ob Jesus, heute lebend, die Zeitung läse statt zu beten, möchte ich fürs Erste zurückstellen.

Die Beantwortung der Frage ist jedenfalls davon abhängig, wie viel Geschichten-Interesse ich Jesus

zutraue – Anteilnahme an den Geschichten anderer Leute, die eben nicht seine Nächsten gewesen wären, sondern höchstens seine Übernächsten. Die Leute in den Medien sind selten unsere Nächsten.

Warum faszinieren uns Geschichten fremder Leute? Reale Geschichten aus unserem Land? Geschichten aus anderen Kulturen? Geschichten aus anderen Zeiten? Unter Umständen auch erfundene Geschichten wie Fantasy-Romane oder Krimis?

Zumindest was den Reiz der „tatsächlich geschehenen“ Geschichten angeht, hat im 19. Jahrhundert der Philosoph Friedrich Nietzsche heute noch bedenkenswerte Antworten gefunden.1874 hat er seine so genannte Zweite Unzeitgemäße Betrachtung herausgegeben mit dem Titel Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben.3 Ich versuche jetzt eine Nutzanwendung von Nietzsches Überlegungen auf das Medienzeitalter und komme zu


3. Vom Nutzen und Nachteil der Medien für das Leben

Der Begriff „Historie“ schillert bei Nietzsche zwischen den Bedeutungen „Geschichte“, „Geschichtsschreibung“ und „Geschichtswissenschaft“.Apropos Schillern: Nietzsche zitiert seinerseits gleich am Beginn seiner Abhandlung Goethe, der in einem Brief an Schiller schreibt: Übrigens ist mir alles verhasst, was mich bloß belehrt, ohne meine Tätigkeit zu vermehren oder unmittelbar zu beleben.

Mit diesem Goethe-Geständnis als Opener gibt Nietzsche sofort zu erkennen, worauf er hinaus will:

Historische Bildung soll ein Lebens-Mittel sein, oder sie soll nicht sein. Nur soweit die Historie dem Leben dient, wollen wir ihr dienen.

Nietzsche stellt fest: Es gibt einen Grad, Historie zu treiben, und eine Schätzung derselben, bei der das Leben verkümmert und entartet. Unzeitgemäß nennt der Philosoph seine Betrachtung, weil er etwas, worauf die Zeit mit Recht stolz ist, ihre historische Bildung, hier einmal als Schaden (…) und Mangel der Zeit zu verstehen versucht, weil er sogar glaubt, dass wir alle an einem verzehrenden historischen Fieber leiden und mindestens erkennen sollten, dass wir daran leiden.

Er bekennt auch, als gelernter Philologe ganz besonders von jenen quälenden Empfindungen betroffen zu sein.

Die quälenden Empfindungen sind übrigens durchaus auch die meinen. Das ist der Grund, weshalb ich Nietzsche hier ausgiebig zu Wort kommen lasse. Ich bin zwar nicht wie er mit 25 Jahren Professor für Philologie geworden. Aber ich habe doch ziemlich riesige Mengen von im weitesten Sinn historischen Bildungsinhalten in mich aufgenommen. Als Gymnasiast ebenso wie als Theologiestudent. Und weil ich doch spüre, mich dabei auch mit viel unnützem Zeug belastet zu haben, schließe ich mich dem Wunsch Nietzsches an: Wenn wir nur dies gerade immer besser lernen, Historie zum Zwecke des Lebens zu treiben!

Nietzsche stellt fest:

Die Frage (…), bis zu welchem Grade das Leben den Dienst der Historie überhaupt brauche, ist eine der höchsten Fragen und Sorgen in betreff der Gesundheit eines Menschen, eines Volkes, einer Kultur. Denn bei einem gewissen Übermaß derselben zerbröckelt und entartet das Leben…

Obwohl ich jetzt mit Nietzsche das Übermaß an historischer Bildung problematisiere, mute ich Euch jetzt drei Spezialvokabeln zu, mit denen der Philosoph die Reize der Historie, also der Auseinandersetzung mit Geschichte, charakterisiert:. Ich bringe die drei Begriffe deshalb, weil ich die Reize der Historie im Wesentlichen identifiziere mit den Reizen, die uns dazu bringen, Medien zu gebrauchen.

In dreierlei Hinsicht , sagt Nietzsche, gehört die Historie dem Lebendigen: sie gehört ihm als dem Tätigen und Strebenden, ihm als dem Bewahrenden und Verehrenden, ihm als dem Leidenden und der Befreiung Bedürftigen. Dieser Dreiheit von Beziehungen entspricht eine Dreiheit von Arten der Historie: (…) eine monumentalische, eine antiquarische und eine kritische.

Monumentalisch ist eine Geschichtsauffassung dann, wenn sie sich an Personen und Taten orientiert, denen man Denkmäler – Monumente – setzt. Monumentalische Historie betrachtet demnach Eroberungskriege und Befreiungskriege, Entdeckungen und Erfindungen, alles, was in irgendeiner Weise aus dem Strom der Geschichte herausragt.

Monumentalische Historie ermutigt laut Nietzsche – und dem ausgezeichneten Wikipedia-Artikel4, dem ich jetzt folge -

den einzelnen Menschen der Gegenwart zu schöpferischen Taten: Individuen, die Großes schaffen wollen, sich aber nicht sicher sind, ob dieses überhaupt machbar sei, können ihren Blick in die Vergangenheit richten. Wenn sie dabei feststellen, dass Großes schon einmal möglich gewesen ist, so ist dies ein Indiz dafür, dass es auch in Zukunft wieder möglich sein wird. Diese Erkenntnis spendet Kraft und nimmt den Selbstzweifel, welcher schöpferischen Taten im Wege steht.

Allerdings stellt die monumentalische Historie die „Effecte“ in den Vordergrund und vernachlässigt die Ursachen. Zudem verzichtet diese Art der Historie auf volle Wahrhaftigkeit. Durch eine Reduzierung der geschichtlichen Vorgänge wird es möglich, Analogien zwischen speziellen – zeitlich auseinander liegenden – Ereignissen und Vorgängen zu ziehen. Auf diese Weise kann Napoleon sich fühlen wie Alexander der Große oder Julius Caesar, und jeder eroberungslüsterne Politiker kann sein Maß an Napoleon nehmen. Eine Gefahr der monumentalischen Historie ist es, in die Nähe der Fiktion und der Mythologie zu geraten.

In Fortführung der Nietzsche-Idee kann man sagen, dass auch Medien eine monumentalische Funktion zukommt: Medien ermutigen durch die Geschichten, die sie erzählen, zu großen Taten, seien diese schöpferisch oder zerstörerisch, konstruktiv oder destruktiv. Das Motiv, entsprechende Medien zu gebrauchen: Man will etwas tun und braucht einen Ansporn dazu.

Einige Beispiele:

Man liest die Biographie eines Missionars und fühlt sich veranlasst, selbst in die Mission bzw. Entwicklungshilfe zu gehen.

Man beschäftigt sich eingehend mit dem Leben und Werk berühmter Architekten und studiert selbst Architektur.

Man hat sich fanatisch-religiöses Schrifttum am laufenden Band reingezogen und begeht in vermeintlicher Märtyrergesinnung ein Selbstmordattentat.

Nun zur 2. Art von Historie nach Nietzsche:

Die antiquarische Historiegehört (…) dem Menschen als dem „Bewahrenden und Verehrenden“. Sie dient dazu, menschliche Kollektive der Gegenwart – Völker, Städte, Geschlechter – in eine Kontinuität zu ihrer Vergangenheit zu setzen. Sie verbreitet ein „einfaches rührendes Lust- und Zufriedenheitsgefühl“, indem sie „auch die minder begünstigten Geschlechter und Bevölkerungen an ihre Heimat und Heimatsitte anknüpft“. Sie gibt einem Menschen oder einem Volk „das Glück, sich nicht ganz willkürlich und zufällig zu wissen und […] in seiner Existenz entschuldigt, ja gerechtfertigt zu werden“.

Aber auch die antiquarische Historie hat eine Kehrseite: Da alles miteinander verwoben zu sein scheint, wird bei einem Übermaß an antiquarischer Betrachtung die gesamte Vergangenheit als wertvoll angesehen. Alles Vergangene gilt bereits als großartig, nur weil es einst existiert hat. Es findet eine Nivellierung statt, da alles wahrhaft Besondere zwischen der nur scheinbar wichtigen Masse von Historie nicht mehr sichtbar ist. Die antiquarische Historie droht daher einerseits zu einer „blinde[n] Sammelwuth“ zu entarten, andererseits alles Neue zu untergraben, nur noch zu „bewahren“ anstatt zu „zeugen“.

Antiquarische Historie betrachtet Geschichte gewissermaßen nach Art eines Heimatmuseums. Zur Paraphrase der Vokabel „antiquarisch“ können also die Begriffe „detailversessen, vergangenheitsverhaftet, sammelwütig, buchstabenhörig“ verwendet werden.

Auch Medien haben eine antiquarische Funktion, insofern sie Menschen bewahrende und verehrende Gefühle einpflanzen. Das Motiv, Medien mit antiquarischer Schlagseite zu gebrauchen: Man will eine große Vergangenheit, einen sicheren Boden, auf dem man sich bewegt oder steht, man will befriedigt zurückschauen und sich als Zwerg auf den Schultern von Riesen ausruhen. Die Kronen-Zeitung zum Beispiel macht unentwegt auf Österreich-Patriotismus und Vermittlung eines Wir-Gefühls nach dem Motto „Heimat, bist du großer Söhne“. Österreichische Wissenschaftler kommen zu Wort; österreichische Politiker garantieren die Sicherheit unserer Pensionen, unserer Stromversorgung und unserer Grenzen; unsere Wintersportler promoten Österreichs Image im Ausland. All diese Informationen lassen den Leser rein gar nichts tun – außer, sich auf dem Weg der Lektüre, des Medienkonsums, ein wohliges Lust- und Zufriedenheitsgefühl zu verschaffen.

Ein letzter Schwenk zu Nietzsche und zum Wikipedia-Artikel:

Die kritische Historiegehört schließlich dem Menschen als dem „Leidenden und der Befreiung Bedürftigen“. Laut Nietzsche überprüft sie die Erinnerungen eines Volkes auf zu stark belastende Inhalte, welche seine Entwicklung hemmen könnten, und beseitigt diese gegebenenfalls. Sie dient gewissermaßen als Korrektiv für die beiden anderen historischen Funktionen. Ihr einziges Kriterium ist, ob eine Vergangenheit der Vitalität eines Volkes dienlich ist oder nicht. Nietzsche denkt dabei an die beiden Pathologien der monumentalischen und antiquarischen Historie, also einerseits blindes Begehren von Effekten und andererseits übermäßige Vergangenheitsfixiertheit. Die Lebensfähigkeit menschlicher Gemeinschaften soll durch die kritische Historie erhalten werden, indem schädliche Erinnerungen vergessen werden.

Wiederum ist aber die kritische Historie nicht ungefährlich für den Menschen. Denn letztlich ist, so Nietzsche, nichts wert zu existieren: und „mit dem Messer an seine Wurzeln“ zu gehen ist immer ein gefährlicher Prozess, da „wir nun einmal die Resultate früherer Geschlechter“ und damit auch „ihrer Verirrungen, Leidenschaften und Irrthümer, ja Verbrechen“ sind. Es muss immer „eine Grenze im Verneinen“ geben, damit das Leben nicht in Gefahr gerät.

Im Anschluss an die Nietzsche-Idee von der kritischen Historie liegt die kritische Funktion der Medien auf der Hand. Medien entlarven mit ihren Geschichten Missstände und Änderungsbedürftiges in einer Gesellschaft. Sie decken Ungerechtigkeiten auf, bringen Licht ins Dunkel der Unwissenheit und des Aberglaubens. Die Medien fungieren als Aufklärungs-Maschine. Das Motiv, speziell kritische Medien zu gebrauchen: Man will sich nicht für dumm verkaufen lassen und auf der Höhe der Zeit sein. Ein klassisches österreichisches Beispiel dafür ist das Nachrichtenmagazin „profil“. Ein Problem für jene Menschen, die hauptsächlich solche Medien konsumieren, könnte sein, dass sich mit der Zeit Misstrauen, Unzufriedenheit und Zynismus als Grundhaltungen einprägen.

Oder?

Das wäre bereits zu diskutieren.

Die lebenspraktische Frage im Anschluss an Nietzsche lautet:

Wann und inwiefern sind die medienvermittelten Geschichten aus dem Leben anderer unserer Aufmerksamkeit wert?

Das ist jedenfalls meine Grundfrage in Bezug auf Medien.

Gegen Ende meines Referats möchte ich noch knapp dem Titel unseres heutigen Abends Rechnung tragen und ein Stück Götzenpolemik betreiben.

4. Medien machen Religion

Martin Luther hat in seinem Großen Katechismus zum ersten der Zehn Gebote, das er wiedergibt mit „Du sollst nicht andere Götter haben,“ folgenden berühmt gewordenen Satz formuliert:

„Woran du nun dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.” 5

Medien, die täglich unsere Aufmerksamkeit bekommen, haben für uns eine religiöse Dimension. Alles, was unsere Zeit und unsere Energie bekommt, hat eine religiöse Bedeutung. Wenn wir den Geschichten aus dem Leben anderer auf immer wiederkehrende, quasi ritualisierte Weise unsere Zeit schenken, sind sie Gegenstand unserer Religion. Daher ist die Frage „Wann und inwiefern sind die Geschichten aus dem Leben anderer unserer Aufmerksamkeit wert?“ auch eine religionskritische. Eine kritische Anfrage an unsere eigene religiöse oder quasi-religiöse Praxis.

Ein Prophet vom Schlage eines Jesaja würde uns Kindern des Medienzeitalters vermutlich vorwerfen, dass wir falschen Göttern nachliefen. Über das Volk Israel hat Jesaja geklagt: „Sein Land ist voll von Götzen. Alle beten das Werk ihrer Hände an, das ihre Finger gemacht haben.“ (Jes 2,8)

Was uns im Internet entgegenleuchtet, entgegenblinkt und entgegenflimmert, bindet zumindest unsere Aufmerksamkeit – und bei sehr vielen Menschen auch die finanziellen Ressourcen.

Schon bei den alttestamentlichen Propheten ist Götzendienst nie nur eine Privat-Angelegenheit des persönlichen Kult-Geschmacks, sozusagen beim Beten im stillen Kämmerlein. Die Propheten haben ihre Götzenpolemik immer im Zusammenhang mit harscher Kritik an sozialen Missständen gebracht. Die Götzendiener betreiben nicht nur unrechtmäßige Kulte. Sie sind auch korrupte Diebesbanden, die sich keinen Deut um die Rechte der sprichwörtlich gewordenen Witwen und Waisen kümmern. Sie schrecken vor Mord nicht zurück, wenn es um ihre Interessen geht (vgl. Jes 1,21-23). Immer geht der falsche Kult mit ungerechtem sozialen Verhalten einher. Im Extremfall fordern die falschen Götter Menschenopfer. Beim Propheten Jeremia (32,35) finden sich ebenso wie in den Gesetzestexten des Buches Levitikus (18,21; 20,2-5) scharfe Verurteilungen von Kinderopfern für den Gott Moloch. Es braucht nicht sehr viel Um-Interpretation dieser biblischen Texte, wenn man sie heute etwa auf die Produktion von Kinderpornographie anwendet.

Für heutige soziale Gepflogenheiten frage ich – auch mit Bezugnahme auf die das Medium Bibel oder besser, die Mediensammlung der kanonischen Schriften: Welche Medienkultur ist lebensfreundlich, und welche ist lebensfeindlich?

Ich meine, dass die Lebensfeindlichkeit eines übergroßen Hangs zum Medialen nicht erst in Extrembeispielen wie der Kinderpornographie spürbar wird. Um zwei weniger krasse Beispiele zu nennen: Erstens habe ich es bedauert, in Diskussionen mit einem Bekannten wiederholt erleben, dass seine politischen Ansichten offensichtlich eins zu eins aus der „Kronenzeitung“ stammten. Und zweitens habe ich es schon bei sehr vielen Messbesuchen bedauert, wenn der Priester bzw. Prediger oder die Predigerin als Auslegung des Evangeliums nichts anderes gebracht hat als die Baukasten-Sätze aus irgendwelchen Predigtbehelfen oder Bibelkommentaren.

5. Schluss: Medien als logische Konkurrenten der Kirchen

Würde Christus, heute lebend, die Zeitung lesen statt zu beten?

Ich glaube nicht. Mein diesbezüglicher Nicht-Glaube betrifft das Wort „statt“. Meiner Erfahrung nach ist Zeitungslektüre tendenziell ein Mittel zur Zerstreuung.

Beten aber soll sammeln, die Aufmerksamkeit bündeln. Das gilt meiner Meinung nach für ziemlich alle Formen des Gebets. Für das Sprechen von vorformulierten Gebeten wie für das freie mündliche Gebet, für die Meditation von Bibelstellen wie für wortlose christliche Kontemplation bzw. Meditation nach fernöstlichen Methoden.

In einem wesentlichen Punkt haben die Medien den Kirchen gegenüber allerdings einen Konkurrenzvorteil: Sie besitzen die Wort-Führerschaft. Insofern sie die Themen vorgeben und bestimmen, worüber gesprochen wird, haben sie einen wort-mäßigen Vorsprung – einen logischen Vorsprung, wenn man so will.

Im täglichen Kampf um die Aufmerksamkeit haben sie die Nase vorn. Da schauen die Kirchen recht alt aus. Die Medien keine sind keine Meditationsmittel. Sie sind keine Gebetshilfen und kein Gebetsersatz. Aber sie können unterhalten.

Da stellt sich wieder die Frage: Wie viel Unterhaltung brauchen wir, und welche?

Schon wieder eine Diskussionsfrage.

Damit wir dazu auch noch kommen, höre ich jetzt auf.

1Anthony de Mello, Warum der Vogel singt. Geschichten für das richtige Leben, Herder Freiburg – Basel – Wien 7. Auflage 1989, 33f.

2Dorothee Sölle, Atheistisch an Gott glauben. Beiträge zur Theologie, dtv München 3. Auflage 1994, 94.

3Friedrich Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen – Zweites Stück – Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben, in: ders, Werke in drei Bänden, Band 1, Könemann Köln 1994, 153-244.

4http://de.wikipedia.org/wiki/Vom_Nutzen_und_Nachteil_der_Historie_für_das_Leben

5http://www.ekd.de/bekenntnisse/luthers_grosser_katechismus.html

Bibel, Länderabend, Uncategorized, Wandern

Zivilcourageveranstaltung im Parlament

24. November 2010

Am 2. November fand in Wien im Parlament eine Veranstaltung des KAVÖ zum Thema Zivilcourage statt. Die KHJ war gut vertreten im Publikum und es war ein sehr spannender und lehrreicher Tag.


Fünf Pflichtgegenstände

Christian Felber, hat bei der Tagung  „Zivilcourage“ der Katholischen Aktion im Parlament die politische Dimension von Zivilgesellschaft und Zivilcourage in seinem Statement aufgearbeitet. Er schließt seine Ausführungen mit dem Vorschlag, fünf  Pflichtfächer in der Bildung aufzunehmen:

  1. Gefühlskunde: Was sagt mir mein Herz?
  2. Wertekunde: Was ist uns wichtig?
  3. Kommunkationskunde: Zuhören und sich ausdrücken lernen.
  4. Demokratiekunde: Entwicklung eines Souverenitätsbewußtseins.
  5. Naturerfahrenskunde: Was können wir von der Natur abschauen?

Ein Satz, den sich jeder zuhause auf ein Plakat schreiben kann:

„Das Böse braucht das Schweigen der Mehrheit.“
Grund genug, sich einzumischen und die Stimme zu erheben.

Dies gilt vor allem für die Politik, denn es regiert nicht die Regierung sondern das Volk. Die von uns gewählten Vertreter sollten das tun was wir wollen und nicht was ihnen am meisten Geld und Macht einbringt. Insofern ist auch die Frage legitim: Warum wird so wenig demonstriert in Österreich? Herr Felber hat dazu einige Beispiele für Entscheidungen gebracht, die sicher nicht von der Mehrheit des Volkes unterstützt worden sind.


Eine Betrachtung aus biologischer Sicht

Es kam im Laufe der Vorträge öfters das Thema Ausländer und Migration ins Gespräch und Prof. Markus Hengstschläger hat klargestellt: „Migration ist überlebensnotwendig und Teil der Evolution. Das Grundprinzip der Individualität und Flexibilität ist das einzige Konzept, um in veränderten Umwelten überleben zu können.“ Man kann nicht festlegen, welche Faktoren in der biologischen Weitergabe das Überleben sichern, aber Verschiedenheit sichert die Chance des Überlebens. Damit gibt er aus biologischen Gründen allen Systemen, die einen Zaun rund um ein Biotop errichten wollen, eine geringere Lebenschance als offenen und auf Diversität bauenden Gemeinwesen.


Der schwarze Birkenspanner hat überlebt

Hengstschläger hat auf humorvolle Weise eindringlich dargelegt, welchen Vorteil die Individualität hat. Der Birkenspanner (Schmetterling) hat normalerweise ein Aussehen wie die Rinde des Birkenbaumes. Das sichert ihm das Überleben, weil er von den Vögeln nicht gesehen wird. Es gibt aber auch schwarze Birkenspanner.  Im Ruhrgebiet ist die Rinde der Birken normalerweise schwarz vom Ruß und Schmutz. Dort hat der „normale Birkenspanner“ keine Chance und nur der schwarze Schmetterling hat sich binnen weniger Jahre durchgesetzt und überlebt. „Das war schon immer so“ und „wir sind aber viele“ ist daher kein Argument, will man in der Evolution überleben. Eine große Verschiedenheit ist die einzige Überlebenschance, nicht für sich selber sondern für die eigene Art. Nicht Gleichmacherei, sondern Individualität sichert eine Zukunft für die eigene Spezies. Eine Zukunft die wir nicht kennen können. Hengstschläger sieht als einziges Zukunftskonzept: „Individualität – Migration und Durchmischung – Teamarbeit.“

David Schellander

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Zeit für Bildung

9. November 2009

Stellungnahme der KHJ Linz zu den aktuellen Studentenprotesten

Bildungspolitik muss die Rahmenbedingungen schaffen, um jungen Menschen jeweils die bestmögliche Bildung und Ausbildung in den bestmöglichen Einrichtungen zu bieten.

Ein Universitätsstudium stellt einen bedeutenden Lebensabschnitt dar. Neben dem Erwerb fachlicher Kompetenz in der gewählten Studienrichtung muss auch Zeit sein, Antworten auf wichtige Lebensfragen zu suchen: Was macht gutes, gelingendes Leben aus? Wohin soll sich die Gesellschaft entwickeln? Wie sind eine gerechtere Verteilung der Güter und nachhaltige Produktionsweisen möglich?

Das Universitätsstudium muss die Möglichkeit einschließen, über die eigentliche Fachausbildung hinaus noch zusätzliches Wissen und Qualifikationen zu erwerben. Es darf auch ehrenamtlicher Betätigung nicht die Luft nehmen durch ausufernde Anwesenheitspflichten und zunehmende Verschulung. Ein junger Mensch muss die Universität als gut ausgebildete und selbständig denkende Persönlichkeit verlassen können.

Die KHJ Linz teilt die Ansicht, dass grundsätzlich die Matura als Zugangsvoraussetzung zum Studium genügen muss. Für besonders im Trend liegende Studienrichtungen mit außergewöhnlich hohen Studierendenzahlen (z. B: Kommunikationswissenschaften, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Medizin…) hält sie befristete Zugangsbeschränkungen in Form von Studieneingangsprüfungen für akzeptabel. In künstlerischen Studienrichtungen sind solche Prüfungen seit langem üblich.

Bei der Entscheidung für oder gegen ein Universitätsstudium darf die Finanzkraft der Eltern keine Rolle spielen. Die KHJ Linz spricht sich für ein gut ausgebautes, treffsicheres Stipendiensystem aus. Auch staatliche Studienkredite, die erst dann und nur dann zurückgezahlt werden müssen, wenn die KreditnehmerInnen entsprechend gut verdienen, hält sie für denkbar. Wenn gewährleistet ist, dass all jene, die studieren wollen und von ihren intellektuellen Voraussetzungen auch dazu in der Lage sind, sich ein Studium leisten können, sind Studiengebühren diskutabel: etwa als Zeichen dafür, dass Lehre und Forschung etwas kosten und etwas wert sind. Studiengebühren dürfen keinesfalls dazu führen, dass Studierende mit weniger finanzkräftigen Eltern in Nebenjobs gedrängt werden oder während ihrer Studienzeit einem erheblichen finanziellen Druck ausgesetzt sind. Auch kann die Einhebung von Studiengebühren nicht den Staat aus seiner Verantwortung entlassen, die Universitäten mit zukunftsträchtigen Budgets auszustatten. Die derzeitigen staatlichen Investitionen in Forschung und Lehre müssen deutlich erhöht werden. Auch von Rektorenseite wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass es gerade jetzt, wo eine Krise zu bewältigen ist, angemessen sei, den Budgetanteil des Universitätsbudgets in Österreich von 1% auf 2% des BIP zu erhöhen.. Dadurch könnten aktuelle Missstände wie überfüllte Hörsäle, überlanges Warten auf Seminarplätze oder auf Diplomarbeitsbetreuung beseitigt werden und die österreichische Universitätslandschaft gewänne ein international herzeigbares Ausstattungsniveau.

Die heute gängigen Drittmittelfinanzierungen für universitäre Forschungsprojekte in technischen Studienrichtungen sind zwar sinnvoll. Sie können jedoch nicht die staatliche Finanzierung der Grundlagenforschung ersetzen. Erst recht kann nicht von allen Studienrichtungen in gleicher Weise verlangt werden, sie müssten ihre Finanzmittel mithilfe der Wirtschaft selbst aufbringen.

Die KHJ Linz unterstützt trotz einiger Vorbehalte in Detailfragen die derzeit laufenden Proteste an den Universitäten und begrüßt das in den Aktionen zutage tretende neue Interesse an gesellschaftspolitischen Fragen und die neue Engagementbereitschaft.

Michael Mayrhofer, Vorsitzender der KHJ Linz

Julia Kleinhans, Stv. Vorsitzende der KHJ Linz

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Bergwochenende 11.-13.9.09

7. Juli 2009

Infos Bergwochenende der KHJ Linz

Tennengebirge-Überschreitung 11.-13. September 2009

Das diesjährige KHJ-Bergwochenende führt wieder in eine reizvolle Berggegend mit relativ schroffen Gipfeln und grünen Almen. Die Wege, die wir durchs östliche Tennengebirge gehen, erfordern zwar keine alpinistischen Glanzleistungen, jedoch Trittsicherheit und eine Kondition, die für eine Tagesgehzeit von etwa 6 Stunden ausreicht.

Unbedingt nötig sind Bergschuhe mit Profilsohle (keine Turnschuhe, keine Halbschuhe).

Die HöchstteilnehmerInnenzahl ist 20.

Bitte mitnehmen: BERGSCHUHE, WASSERFLASCHE(-N; für Samstag sind auf jeden Fall 2 Liter Wasser mitzutragen, weil es unterwegs keine Quellen gibt), Jause für unterwegs, Geld fürs Abendessen auf der Hütte, Regenschutz, Bergkleidung (für warmes und für kühles Wetter), Badesachen, Sonnencreme, Kopfbedeckung, Sonnenbrillen, Hüttenschlafsack (oder Decken- und Polsterüberzug, kein schwerer Schlafsack!), Hüttenpatschen, Alpenvereinsausweis o. ä. wenn vorhanden.

Eventuell Spiele, Liederbuch, Musikinstrument oder was Du sonst noch zum Wohlfühlen brauchst.

Teilnehmerbeitrag inkl. Zug- und Busfahrkarten und 2 Nächtigungen mit Frühstück und einmal Kochen für KHJ-Mitglieder € 40,-. Teilnehmerbeitrag für Nicht-KHJ-Mitglieder: € 50,- bei Mitgliedschaft in einem alpinen Verein / sonst € 65,-

(Preisaufschlüsselung: € 14,10 Vorteilsticket Linz Hbf nach Pfarrwerfen ; ca. € 3 Bus Pfarrwerfen – Werfenweng, ca. € 5 Bus Abtenau – Bhf. Golling- Abtenau, € 12,80 Vorteilsticket Golling-Abtenau – Linz, 2 Nächtigungen mit Frühstück für Mitglieder alpiner Vereine € 26; für Nichtmitglieder € 40. Nicht im Preis inkludiert: Sommerrodelbahnfahrt € 6,90)

Freitag, 11. September

5.35 Treffpunkt KHG-Foyer

5.45 Abfahrt Straßenbahn Hst Universität (geringfügige Änderung möglich, da Fahrplan noch nicht bekannt)

6.08 Ankunft Straßenbahn Linz Hbf

6.26 Abfahrt EC 390

7.50 Ankunft Salzburg Hbf

8.18 Abfahrt Salzburg Hbf S 3

9.14 Ankunft Pfarrwerfen

9.20 Abfahrt Pfarrwerfen Bus 513

9.30 Ankunft Werfenweng Ortsmitte

Wanderung durch den Wengerwinkl und den Klemmgraben zur Dr. Heinrich-Hackel-Hütte (1531m). Gehzeit 2 Stunden. Unterwegs kurze geistliche Wegbetrachtung (für die, die wollen!) Nachmittagsgestaltung nach Lust und Laune: Für AlpinistInnen Besteigung des Tauern- und/oder Eiskogels (2249 bzw. 2321m, Gehzeit 1,5 bzw. 2,5 Stunden) möglich, sonst Faulenzen, Kaffeetrinken, Lesen, Spazierengehen, Spielen..

Abends Essen a la carte in der Hütte. Danach nach Lust & Laune: Spielen & Singen & Ratschen …

21.30 Abendlob, 22.00 Hüttenruhe (wie streng der Hüttenwirt hier ist, weiß ich nicht)

Samstag, 12. September

Ab 7.00 Frühstück

8.30 Uhr Überschreitung des östlichen Tennengebirges: Tauernscharte (2164m) – Schubbühel – Bleikogel (2411m) – Fritzerkessel – Tennkessel – Laufener Hütte (1726m. Unterwegs Morgenbetrachtung. Gehzeit 6 Stunden.. Da wir uns durch Kalkgelände und meist in Grat- und Gipfelregionen bewegen, gibt es unterwegs KEINE Quellen.

Ca. 18.00 Uhr Abendessen selbstgekocht – die Laufener Hütte ist eine Selbstversorgerhütte, auf der man nur Getränke kaufen kann.

Danach Abendgestaltung nach Lust & Laune (Spielen, Singen ….)

21.30 Abendlob, 22.00 Hüttenruhe

Sonntag, 13. September

Ab 7.00 Uhr Frühstück

8.30 Uhr Wanderung Laufener Hütte – Wandalm – Karalm – Karkogel Bergstation – Abfahrt nach Abtenau via Sommerrodelbahn (nur bei trockenem Wetter). Unterwegs Morgenbetrachtung

Gesamtgehzeit ca. 3 Stunden

13.35 Abfahrt Bus Abtenau Ortsmitte (Alternative 17.00 – wenn wir z. B. in Abtenau noch baden gehen)

14.00 Ankunft Bus Golling-Abtenau (Alt. 17.25)

14.02 Abfahrt Zug Bhf. Golling-Abtenau (Alt. 17.28)

14.40 Ankunft Zug Salzburg Hbf (Alt. 17.48)

15.00 Abfahrt Zug Salzburg Hbf (Alt. 18.08)

16.04 Ankunft Zug Linz Hbf (Alt. 19.27)

Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung!

Robert Kaspar robert.kaspar@khg.jku.at Tel. 0732/244011-68 oder –552

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KHJÖ-Bildungstagung 09

28. April 2009

Bildungstagung der Kath. Hochschuljugend Österreichs, 24. Mai 2009

„wenn wir die bilder nicht hätten…“

Bild und Kult, Kunst und Religion

10.00 Uhr: Einführungsvortrag

Wahre und falsche Bilder. Christusdarstellungen im Lauf der Zeit

Univ.-Prof. DDr. Monika Leisch-Kiesl

Kunstwissenschaftlerin und Theologin, Professorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik und Praeses des Instituts für Kunstwissenschaft und Philosophie (IKP) der KTU Linz

anschließend Diskussion

Ort: KHG, Mengerstraße 23, 4040 Linz

12.00 Uhr: Mittagessen in der KHG

13.30 Uhr: Workshops

Muss Kunst provozieren?

Wo endet die Freiheit der Kunst, wo beginnt Blasphemie, …?

mit Manfred Erjautz, MMag. Alois Kölbl und Univ.-Prof. DDr. Günter Rombold

Ort: Katholische Hochschulgemeinde
Sakrale Überhöhung – profane Ernüchterung?
Architektonische Inszenierung besonderer Räume

mit Arch. DI Andreas Heidl und Dr. Martina Gelsinger

Orte: Raum der Stille an der Universität und Trauungssaal im Neuen Rathaus Linz

Der Turmeremit
Ein Projekt nicht nur für die Kulturhauptstadt, sondern ein Bild für das ganze Leben.

mit MMMag. Hubert Nitsch

Ort: Mariendom

16.00 Uhr: Abschlussvortrag

Gott ausstellen – Religion in der zeitgenössischen Kunst

Woran glaubt die Kunst? Woran glauben die Künstler, Kritiker, Kuratoren? Wie ist der Umgang von Ausstellungsmachern mit dem Thema „Kunst und Religion“? Was zeigen sie?

Paolo Bianchi (Schweiz)

Gastherausgeber der Zeitschrift „Kunstforum International“ (Köln), Dozent an der Hochschule der Künste in Zürich, international tätiger Kurator

Ort: Audimax der Kunstuniversität, Kollegiumsgasse 2, 1.OG

Die Bildungstagung der Katholischen Hochschuljugend Österreichs findet in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz, dem Institut für Kunstwissenschaft und Philosophie der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz und dem Forum St. Severin statt.

Informationen und Anmeldung bis 15.5.2009:

Büro der KHJ Linz, Mengerstraße 23, 4040 Linz

0732/244011-73, khj@khg.jku.at, www.khjoe.at/linz

Kosten für die Bildungstagung:

Für Studierende ist die Teilnahme an der Bildungstagung kostenfrei. Unkostenbeitrag für Erwerbstätige: 15 €

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KHJ-Wallfahrt von Schlägl auf den Pöstlingberg

28. April 2009

Fußwallfahrt von Schlägl auf den Pöstlingberg

Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 21. Mai – Samstag, 23. Mai 2009

Vom Stift Schlägl weg geht es zwei Tage lang auf dem Nordwaldkammweg quer durch das nördliche Mühlviertel mit Nächtigungen auf der Helfenbergerhütte und der Alpenvereinsherberge Bad Leonfelden. Das Ziel ist der Pöstlingberg und damit DIE Wallfahrtskirche von Linz. Dort werden die Linzer WallfahrerInnen auf KHJ-Wallfahrergruppen aus anderen Hochschulorten treffen und mit ihnen die Messe feiern. Wesentlich bei der Wallfahrt ist das gemeinsame Gehen – mit genügend Zeit zum Reden, zum gemeinsamen Essen und Trinken, zum Singen, zum Pfeifen, zum Spielen und zum Schweigen. Konditionelle Hochleistungen sind nicht erforderlich.
An religiösen Impulsen stehen außer dem Schlussgottesdienst einfache Wegbetrachtungen und Andachten auf dem Programm. „Bilder vom Himmel“ werden dabei das Leitmotiv sein: Hat man früher zu manchen Zeiten ideale Bilder vom Heiligen und von den Heiligen gemacht und zu anderen Zeiten strikt alle Bilder verboten, so produziert man heute vor allem in der Werbung ein riesiges Bildarsenal paradiesischer Zustände, während auf dem Nachrichtensektor eher Fotos von Kriegen und Katastrophen präsentiert werden.
Eingeladen sind ALLE interessierten Studierenden sowie alle Alt-KHJ’lerInnen und solche, die sich der KHJ oder der KHG verbunden fühlen! Eine Mitgliedschaft bei der KHJ ist NICHT nötig.

Donnerstag, 21. Mai, Christi Himmelfahrt

6.40 Uhr (bitte pünktlich!) Treffpunkt KHG-Foyer
6.52 Abfahrt Straßenbahn Haltestelle Universität
7.06 Ankunft Haltestelle Rudolfstraße, Fußweg ca. 10 Minuten zum Mühlkreisbahnhof
7.30 Abfahrt Linz Mühlkreisbahnhof R 3178
9.07 Ankunft Aigen-Schlägl
Andacht in der Maria-Anger-Kirche (interessante Marien-Darstellungen).
Wanderung auf dem Nordwaldkammweg Nr. 105 über St. Oswald und Haslach (Bademöglichkeiten) zur Helfenbergerhütte (842m) bei Afiesl. Gesamtgehzeit etwa 5 Stunden.

Freitag, 22. Mai

Wanderung auf dem Nordwaldkammweg über Guglwald (750m) und Sternstein (1122m) nach Bad Leonfelden (750m). Gesamtgehzeit etwa 5 h. Bademöglichkeit in Bad Leonfelden. Andacht in der Pfarrkirche, Abendessen im Gasthaus, Nächtigung in der Alpenvereinsherberge Bad Leonfelden.

Samstag, 23. Mai

6.15 Frühstück
7.05 Abfahrt Bus Bad Leonfelden Stadtplatz
7.23 Ankunft Bus Hellmonsödt-Glasau
Wanderung von Glasau (800m) über Kirchschlag (896m) und den Lichtenberg (Giselawarte 927m) auf den Pöstlingberg (539m). Gehzeit etwa 3 Stunden. Bei Schlechtwetter Wegverkürzung durch Busfahrt bis Linz möglich.
Bis 11.00 Uhr Ankunft aller KHJ-WallfahrerInnengruppen vor der Pöstlingbergkirche.
11.30 WallfahrerInnenmesse mit P. Markus Schmidt SJ, geistlicher Assistent der KHJÖ
13.00 Mittagessen im Gasthaus Freiseder
danach Abstieg über den Kreuzweg zur Straßenbahn. Ende der Wallfahrt.

Für KHJ-Mitglieder findet von 16 bis 19 Uhr die KHJÖ-Vollversammlung statt. Dann gemütlicher Ausklang für alle und Übernachtungsmöglichkeit in der KHG.

Sonntag, 24. Mai 2009, KHG Linz

8.30 Messe der KHJÖ im Raum der Stille, KHG Linz
9.00 Frühstück der KHJÖ in der Mensa der KHG

Bildungstagung der Kath. Hochschuljugend Österreichs, 24. Mai 2009
„wenn wir die bilder nicht hätten…“
Bild und Kult, Kunst und Religion

Näheres siehe nächster Eintrag!

Informationen und Anmeldung bis 15.5.2009:

Büro der KHJ Linz, Mengerstraße 23, 4040 Linz

0732/244011-73, khj@khg.jku.at, www.khjoe.at/linz

Kosten für die Wallfahrt (Fahrten, Verpflegung, Unterkunft):

KHJ-Mitglieder 40 €, sonstige Studierende 50 €, Erwerbstätige 70 €.

Bei Bedarf übernimmt die KHG Linz einen Teil dieser Kosten. Jedenfalls soll niemand aus finanziellen Gründen von der Teilnahme ausgeschlossen werden.

Bitte zur Wallfahrt mitnehmen:
Wanderschuhe (mit Profilsohle, möglichst wasserdicht), Hüttenpatschen, Hüttenschlafsack (= sehr dünner Schlafsack als Bettwäscheersatz, kein dicker, schwerer Schlafsack), Kleidung für warmes und für kühles Wetter, Regenschutz, Sonnencreme, Kopfbedeckung, Badesachen (wir kommen an Bächen und Freibädern vorbei), Jause für unterwegs (Frühstück und Abendessen gibt es in oder bei den Quartieren)

Uncategorized, Wandern

OSTERVORBEREITUNG Eine leibliche, seelische und geistige Einstimmung auf Ostern

24. März 2009

Freitag, 3.4. nachmittags bis Palmsonntag 5.4., nachmittags
Das Wochenende auf der Anton-Dupal-Hütte (Seehöhe 800m) bei Kleinreifling im Ennstal soll eine leibliche, seelische und geistige Einstimmung auf das Osterfest sein. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Jesus Christus ebenso wie das Nachdenken über persönliche Lebensprioritäten. Zum Ausspannen, Spazierengehen in der schönen Gegend, Singen, Geschichtenhören … wird auch genug Zeit sein.
Veranstaltet mit Bezug auf das KHJ-Jahresthema „Spuren legen : nachhaltig leben“

Anmeldung im KHG-Büro bis 27.3.

Vorbereitung: P. Johannes Herz SJ, Thomas Würthinger, Sarah Mayer, Daniel Reischl, Robert Kaspar

Was braucht der Mensch?
Gesundheit, soziale Kontakte, Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem
Kopf, ein einigermaßen geregeltes Einkommen, sinnvolle Arbeit,
Wertvorstellungen und Lebensorientierungen.
Haben wir alles, was wir brauchen? Wo stehen Entscheidungen an?

Was tut Gott?
Die klassische christliche Auskunft: Er hat die Welt erschaffen und uns in Jesus Christus seinen Sohn gesandt. Aber was hat den Menschen Jesus von Nazaret so anziehend gemacht, dass ihn bis heute die Christen als den Sohn Gottes bekennen? Warum hat sich Jesus entschieden, dem Konflikt mit den religiösen Autoritäten nicht auszuweichen? Warum hat Jesu Geschichte zunächst am Kreuz geendet? Was heißt: Gott hat Jesus auferweckt?
Und vor allem: Was tut Gott heute?

An diesem Wochenende werden wir uns mit unterschiedlichen Methoden diesen Fragen widmen. Der ungefähre Ablauf:

Freitag

13.30 Treffpunkt KHG-Foyer
13.48 Abfahrt Straßenbahnhst Universität
16.14 Ankunft Bf Kleinreifling
Vor dem Weggehen Vorstellrunde, Begrüßung und Einleitung Robert Kaspar
Alles Leben ist Bewegung, jede/r muss seine/ihre Form der Bewegung finden
Übung: Verschiedene Gehgeschwindigkeiten. Bewegen mit verschiedenen Einstellungen Robert
Wanderung zur Anton-Dupal-Hütte (2 Stunden)
Während der Wanderung oder danach: Austausch: Was ist euch aufgefallen?
18.15 Abendessen / Jause

Vorstellen des Programms (Plakat) Robert
Klären der Teilnehmererwartungen: Was ich mir erwarte/auf keinen Fall haben will (Post-its)

20.00 „Trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“ von Viktor E. Frankl (18. Aufl. dtv, München 1999)
Buchvorstellung und Impuls von Daniel Reischl
Gespräch: Was bedeuten die Erlebnisse von Viktor Frankl im Zusammenhang mit der Leitfrage „Was braucht der Mensch?“ Zu beachten ist z. B., wie wenig selbstverständlich auf einmal Kleinigkeiten wie das Betätigen eines Lichtschalters werden). Weiterführende Frage: Wie kommt es dazu, dass Menschen andere Menschen in Konzentrationslager stecken? Vergleich mit dem Roman „Die Stadt der Blinden“ von José Saramago Robert

21.30 Abendlob

Gemütlicher Ausklang (Singen & Spielen)

Samstag

8.00 Morgenlob
8.15 Frühstück

9.00-12.00 Vormittagseinheit mit P. Johannes Herz SJ
„Entscheidungen“
(z. B. anhand von A. de Mello: Phantasieübung über den eigenen Tod; Ignatius: Die Entscheidungen, die ich bis zu meinem Tod auf jeden Fall getroffen haben muss; Stichworte: Ängste, etwas falsch zu machen, nicht zurück zu können, festgelegt zu sein. Manche Entscheidungen kann man rückgängig machen – oder? Beispiele Studienwahl, Diplomarbeitsthema, Berufswahl. Wie sinnvoll wäre es, Kloster auf Zeit stärker zu propagieren – so, dass etwa eine dreijährige Klosterzeit danach nicht bedeuten muss, „er oder sie hat es nicht geschafft“, sondern „er oder sie hat eben drei Jahre im Kloster gelebt.)

12.00 Spaghettikochen (Tomaten- und Gorgonzolasoße) und –essen

13.30-15.30 Kleine Wanderung

16.00-18.00 Nachmittagseinheit mit P. Johannes Herz SJ
„Gott suchen in allen Dingen“
Kontemplativ sein kann man eigentlich in allem, was man tut und lässt.

18.30 Abendessen

20.00 Abendeinheit
„Was tut Gott?“
Das Opfer des Abraham (Genesis 22) und die Passion Jesu Robert

21.30 Uhr Abendlob

Gemütlicher Ausklang (Musikmachen oder –hören; event. Duftlampen)
event. Yoga oder einfache Form der Massage

Sonntag

8.00 Morgenlob
8.15 Frühstück
9.00 „Thema Zeit“ mit Thomas Würthinger
(z. B. Zeitkuchen-Übung; Über die Tragweiter kleiner Entscheidungen wie Pro und Contra Frühstücken)
10.30 Schlussreflexion – Einladung zum Nachtgottesdienst
Robert

11.00 Putzen
11.30 Jause und Fertigaufräumen
12.30 Abmarsch
14.13 Abfahrt Bhf Kleinreifling
16.41 Ankunft Linz Universität

(Alternativen: 16.15-18.41; 17.54-20.00 via Amstetten)

22.00 KHJ-Nachtgottesdienst mit Agape

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