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Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaftspolitik’

Individualismus versus Kollektivismus – Wie sollen wir leben?

3. Mai 2010

von Norbert Holzhauser

Der Borromäus-Kreis beschäftigte sich bei diesem Treffen mit der Frage, welche Gesellschaftsordnung die Beste ist?

Diese Frage diente natürlich nur dem Einstieg in eine lebhafte Diskussion!

In der weltweiten Entwicklung wurden die verschiedensten gesellschaftlichen Modelle entwickelt. In der einen spielt das Individuum eine größere Rolle, in der anderen das Kollektiv. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, wie eine Gesellschaft gestaltet sein muss, um sowohl die Freiheit des Individuums als auch das Funktionieren einer Gemeinschaft (Kollektiv) zu gewährleisten?

Allerdings zeigte sich im Laufe der Diskussion, dass die Abgrenzung zwischen dem Individuum und dem Kollektiv schwierig ist und die Meinungen diesbezüglich auch auseinander gingen. Die Diskussion behandelte daher zum Großteil die unterschiedliche Auffassung der Begriffe Individualismus und Kollektivismus.

Die oben gestellten Fragen sind nicht endgültig zu beantworten, da kaum eine Einigkeit in der Auffassung der verschiedenen Individuen erreicht werden kann.

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Gesellschaftspolitik

Stellungnahme der KHJ Salzburg zur Austrittsaufforderung der ÖH Salzburg aus der Katholischen Kirche

30. April 2010

In den letzten Wochen und Monaten ist eine Reihe von Missbrauchsfällen innerhalb der Katholischen Kirche bekannt geworden. Wie die Kirche bei Bekanntwerden von Missbrauch in der Vergangenheit reagiert hat, war meistens nicht richtig und Transparenz war kaum gegeben. Mit der neuen Untersuchungskommission unter der Opferschutzanwältin Waltraud Klasnic werden diese Fälle aufgearbeitet und den Opfern wird die notwendige und lang erwartete Unterstützung zu Teil werden. VfGH-Vizepräsidentin Bierlein, welche der Kommission angehört, betonte: „Nichts wird unter den Teppich gekehrt.”

Die Missbräuche unterschiedlicher Art sind allesamt zu verurteilen! Unter den Folgen leiden die Opfer in vielen Fällen noch ihr Leben lang. Ihnen muss die notwendige und schuldige Hilfe zu Teil werden. Die Katholische Kirche steht in der Verantwortung.

Es ist aber festzuhalten, dass 99,7 Prozent der pädophilen Täter nichtkirchlich sind. Der ebenfalls der Kommission angehörende Gerichtspsychiater Reinhard Haller betonte in einem Interview mit dem ORF Vorarlberg: Bei sexuellem Missbrauch sind nur 0,3 Prozent der Täter in der Kirche zu finden. Die meisten Missbrauchsfälle würden in Familien oder in geschlossenen Systemen, wie zum Beispiel in Vereinen, passieren. „Dies wird in der derzeitigen Situation nur wenig beachtet“, sagte Haller.

Jeder einzelne Missbrauch ist einer zu viel! Nicht nur in der Kirche, sondern in der  Struktur unserer gesamten Gesellschaft sind die nötigen Maßnahmen zu setzen, um den Missbrauch an unseren Kindern und Jugendlichen effektiv zu bekämpfen. Es ist verständlich, dass die Missbrauchsfälle in der Kirche mehr Entsetzen in der Öffentlichkeit hervorrufen als andere, da die hohen an sich selbst gestellten Moralvorstellungen verletzt wurden. 

Die ÖH nimmt des Weiteren auf historische Verfehlungen der Katholischen Kirche Bezug. Es ist richtig, dass die Kirche in ihrer Geschichte nicht frei von Schuld ist, und Schuld auch im 20. Jahrhundert auf sich genommen hat. Allerdings ist die Position der ÖH einseitig, undifferenziert und überzogen. Sie vergisst beispielsweise ganz auf die vielen Priester, Ordensleute und andere im Dienst der Kirche stehenden Personen, die aktiv gegen Unrechtsregime gekämpft haben und auch immer noch kämpfen. Auch die Kirche selbst hat immer wieder Stellung gegen menschenverachtende politische Systeme bezogen, damals wie heute. Man denke nur an den Kampf der Kirche gegen die Unrechtsregime im kommunistischen Ostblock, wo auch in vielen Fällen die Kraft des Evangeliums den Menschen Halt und Trost gegeben hat. Die Vorgehensweise der ÖH die gesamte Weltkirche kollektiv zu verurteilen ist falsch und unbegründet. 

Natürlich schränken Austritte die finanziellen Handlungsmöglichkeiten der Kirche ein, wobei aber Studentinnen und Studenten von diesem Beitrag befreit sind. Die ÖH hat auch nicht an die Konsequenzen gedacht. Viel Geld der Kirche wird in soziale Projekte investiert. Auch die Caritas finanziert sich zu Teilen aus Finanzmitteln der Kirche. Mit schwindender Finanzkraft würden daher in erster Linie die Menschen leiden, die durch dieses Geld Hilfe bekommen. Gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise wird der Staat diesen Wegfall an sozialer Unterstützung nicht vollständig auffangen können! 

Mit dem Aufruf zum Kirchenaustritt – „Die Konsequenzen ziehen – Kirchenaustritt!“ überschreitet die ÖH ihre Kompetenzen. Es kann nicht sein, dass die offizielle Vertretung von allen Studierenden zum Austritt aus einer Glaubensgemeinschaft aufruft! In Österreich herrscht Religionsfreiheit. Keine der Glaubensgemeinschaften, oder sonstige Organisationen, hat das Recht zum Austritt bei der jeweils anderen aufzufordern. Die Entscheidung über einen Austritt muss das alleinige Recht des mündigen Menschen bleiben! 

Die KHJ Salzburg hofft, dass die ÖH ihre Position noch einmal überdenken wird! Die Kirche muss aus den Fehlern der Vergangenheit die Konsequenzen ziehen, aber man darf nicht die vielen in der Kirche engagierten Menschen vergessen, die durch die Kraft ihres christlichen Glaubens bestärkt, täglich für das Wohl der Menschen arbeiten und das Evangelium verkünden!

Gesellschaftspolitik

Der Begriff “Leistung”. Grundlage für Erfolg? Ein Blick in unser Wirtschaftssystem.

17. März 2010

von Norbert Holzhauser

Liebe Freunde vom “Borromäus-Kreis”!

Der Borromäus-Kreis setzt seine erfolgreichen Diskussionsrunden auch in diesem Semester fort! Das Thema diesmal lautete “Der Begriff “Leistung”. Grundlage für Erfolg? Ein Blick in unser Wirtschaftssystem.”

Eine Gruppe von Studierenden diskutierte den Begriff “Leistung” und griff u.a. folgende Themen auf: Die ungleiche …Leistungs-entlohnung zwischen Mann und Frau, diie “Verbindung” von Leistung und Geld und das Spannungsfeld von Leistung bringen und Mensch sein dürfen.

LINK zu den Fotos!

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“Bosnien-Herzegowina – Vergangenheit und Zukunft”

14. Januar 2010

von Norbert Holzhauser  – eine Veranstaltung vom Borromäus-KreisBOSNIA/

Eine Gruppe interessierter TeilnehmerInnen diskutierte über die Geschichte, das Schicksal und die Zukunft dieses Landes und seiner Menschen.

Den Anstoss zu einer spannenden Diskussion gab Michael Neumayr, welcher selbst im vergangenen Sommer mehrere Länder des Balkans bzw. Südosteuropas besucht hatte und u.a. ein Interview mit Valentin Inzko, dem Hohen Repräsentanten von Bosnien und Herzegowina geführt hat.

Link zum Interview: http://www.fazitmagazin.at/pdf/056/fazit_56_fg.pdf

Diskussionsthemen waren der Zerfall Tito-Jugoslawiens, der Krieg, Kriegsverbrechen und deren Folgen, die Schaffung Bosnien-Herzegowinas, die Struktur, Wirtschaft und Verwaltung dieses Landes, das alltägliche Leben der verschiedenen Volksgruppen und die Zukunft Bosnien-Herzegowinas im Allgemeinen.

Zu den Personen:

Valentin Inzko:
… ist seit März der siebte Hohe Repräsentant von Bosnien und Herzegowina. Der österreichische Diplomat ist als Kärntner Slowene selbst Angehöriger einer Minderheit und deshalb möglicherweise besonders qualifiziert für dieses Amt mit seinen weitreichenden Befugnissen.

Michael Neumayr:
… hat “Journalismus und Unternehmenskommunikation” (Diplomstudium) an der FH Joanneum studiert und arbeitet für das Wirtschaftsmagazin “Fazit” in Graz.

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